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    Zero Time (Photo: Poster © Jörg Sebald)
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    Zero Time (Photo: © Adam Berry)
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    Zero Time (Photo: © Adam Berry)
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    Zero Time (Photo: Christian Kesten © Adam Berry)
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    Zero Time (Photo: Banner © Jörg Sebald)

Zero Time

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Anlässlich des Cage-Jahres und des 50. Fluxus-Jubiläums entwickelte der Komponist, Regisseur und Performance-Künstler Christian Kesten gemeinsam mit dem Solistenensemble Kaleidoskop die Konzertinszenierung Zero Time.

Ausgangspunkt dafür ist Untitled #13 (Zero Time), die neue Komposition von Christian Kesten für Kaleidoskop. Kesten untersucht darin mikrotonale Klangphänomene und ihre unterschiedliche Projizierung im Raum. Dabei sucht er die Verbindung von Klang und Aktion – so stehen instrumentale Aktivitäten gleichberechtigt neben Gehen, Stehen, Sitzen und alltäglichen Handlungen, die teilweise verstärkt werden.

Der Begriff ‚Zero Time‘ stammt aus einer Komposition von Christian Wolff und bedeutet nicht gemessene Zeit, ein Zustand, in dem Zeit aufgehoben ist. Zeit wird zu einem Feld, in dem man sich in unterschiedliche Richtungen bewegen kann. Die Ereignisse können zu jedem beliebigen Zeitpunkt auftauchen und wieder verschwinden. Dieser Zustand ist die Grundlage für den inszenierten Konzertabend, der die Möglichkeiten des Orchesters im leeren Raum untersucht.

Eingebettet in diese Schichtung von instrumentalen Klangfeldern und Aktionen sind kurze Streichquartette von Christian Wolff, Morton Feldman, Anton Webern und Ludwig van Beethoven, die als autonome Klanginseln auftauchen. Anlässlich des Cage-Jahres erscheint Cage in diesem Stück nur als ‚Stille‘ – anknüpfend an sein Verständnis von Stille als einem Netz aus sich gegenseitig durchdringenden Klängen und Aktionen.

Das Konzert durchziehen Fluxus-Events von George Brecht, Robert Filliou, Dick Higgins, Bengt af Klintberg, Alison Knowles, Arthur Koepcke, Nam June Paik, Ben Patterson, Mieko Shiomi, Emmett Williams u.a.: Aktionen – schlicht oder spektakulär – die den Konzertrahmen poetisieren oder Alltag auf die Bühne bringen. Zero Time ist somit die Simultanaufführung dreier Konzerte: einem Streichquartettabend, einem Fluxus-Konzert und einer Raumklangkomposition des 21. Jahrhunderts.

Regie: Christian Kesten (Maulwerker)
Kostüme: Dorothee Scheiffarth
Licht: Johannes Sundrup
Ton: Matthias Erb

Eine Produktion von Solistenensemble Kaleidoskop. In Zusammenarbeit mit RADIALSYSTEM V. Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds.

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