Ruin & Solistenensemble Kaleidoskop: „Above a Blinding Sun (.i. .N.)“

Eine Kollaboration von Ruin, dem Musikkollektiv um den Berliner Künstler Martin Eder und dem Solistenensemble Kaleidoskop.

Mit verstörenden Ölbildern setzt Martin Eder die visuelle Seite seiner albtraumhaften apokalyptischen Visionen um. Mit seinem Musikkollektiv Ruin vertont er diese in düstere komatös klingende Soundschleifen.

Wenn Ruin mit dem Konzertkonventionen sprengenden Solistenensemble Kaleidoskop auf der Bühne stehen, verbinden sie für die düster szenische Performance eine desolate Variante von Kammermusik mit reflexiven Impulsen von Ambient und einer schläfrigen Essenz von Drone und Doom. Dabei entsteht ein morbides Abbild intensiver Musik zwischen Komacore, bleiernem Black Metal und ambientischer Elektronik. Das dröhnend zerlegte Slow-Motion-Musikgut von Ruin & Solistenensemble Kaleidoskop fügt sich in ein rhythmisches, rituelles Ganzes. Es bleiben vor allem Geräusch, Destruktion und visuelle Geste in einer Art filmischen Dramartugie. Hier geht es geht um pathetische Destruktion von Klassik, Drone, Doom und Black Metal.

Nach den Aufführungen im Berghain und in den Sophiensaelen im letzten Jahr wird dieses neue Musikstück mit dem Titel Above a Blinding Sun (.i. .N.) für den Abend an der Volksbühne entwickelt und kommt hier zum ersten mal zur Aufführung.

Zugleich ist das Konzert Präsentation der u.a. mit Schweineblut und Knochenmehl gesiebdruckten CD von Ruin & Solistenensemble Kaleidoskop Half Skull.

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