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    Ringlandschaft mit Bierstrom (Photo: Flyer © Benjamin Pollach)
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    Ringlandschaft mit Bierstrom (Photo: Plakat © Benjamin Pollach)
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    Ringlandschaft mit Bierstrom - ein Wagner-Areal (Photo: © Kathrin Rusch)
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    Ringlandschaft mit Bierstrom - ein Wagner-Areal (Photo: © Karin Haas)
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    Ringlandschaft mit Bierstrom - ein Wagner-Areal (Photo: © Kathrin Rusch)
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    Ringlandschaft mit Bierstrom - ein Wagner-Areal: Die Wagner-Tonne (Photo: © Kathrin Rusch)
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    Ringlandschaft mit Bierstrom - ein Wagner-Areal (Photo: © Volker Hormann)

Ringlandschaft mit Bierstrom – ein Wagner-Areal

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Der Komponist und Installationskünstler Georg Nussbaumer formt den gesamten Ring des Nibelungen neu – aus Wagners eigenem Notenmaterial. Entkleidet von Sänger*innen, Text und Darstellung und bekleidet mit dem Solistenensemble Kaleidoskop wird die Partitur von elektronisch erweiterten Streichern neu gelesen und in eine fast 16-stündige Tour de Force durch dichte Klangwälder und zarte Gespinste verwandelt.

Den Ring des Nibelungen, ehrfurchtgebietendes und visionäres Opernmassiv des nach wie vor umstrittenen ‚Meisters‘ kennt man. Der Ring ist Allgemeingut, jeder hat Bilder und Klänge im Kopf, Ungefähres. Ringlandschaft mit Bierstrom evoziert und spinnt diese losen Vermutungen, Klischees und Musiksplitter fort und setzt damit weit hinter der Frage an, wie und ob Wagner inszeniert werden kann, indem es das Meisterwerk völlig auflöst, auch die Musik. Der Orchesterpart – die psychologische Parallelaktion, die alles sagt bei Wagner – wird zum Material, das instrumental neu gelesen wird – von vorne bis hinten, in einem durch.

Aus der Tetralogie entsteht ein neues, ebenso überdimensionales Klanggebilde, das durch eine zeichenhafte Bühneninstallation, die auf elementare Vorgänge im Ring verweist, mäandert. Wagners Musik schimmert durch, Motive treiben vorbei, klären sich zum deutlichen Zitat auf, das wieder in wuchernden Klängen versenkt wird. Videosequenzen zitieren Wagners Landschaften herbei, Nebel. Wir befinden uns in einer (nach)klingenden Ringlandschaft – weit hinter Wagners Schlussakkord. Spuren und Sedimente, Vermutungen und Einbildungen.

Die Eintrittskarte berechtigt stündlich zu einer Flasche Bier: Der ‚Vergessenstrank‘ des wie ein stummer Chor durch den Nebelsee zwischen den erhöhten Musiker*innen wandelnden Publikums begünstigt eine dumpf-dämmrige Stimmung im gemeinsamen Ringen der Musiker*innen und des Publikums mit der Erschöpfung.

Komposition, Installation, Künstlerische Leitung: Georg Nussbaumer
Musik, Performance: Solistenensemble Kaleidoskop
Audio Processing: Robert Schwarz

Eine Produktion von Georg Nussbaumer und Solistenensemble Kaleidoskop. In Zusammenarbeit mit Sophiensaelen, Kulturbüro Sophien und dem SWR. Gefördert vom Hauptstadtkulturfonds Berlin und dem Bundesministerium für Kunst, Unterricht und Kultur, Oesterreich.

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