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Nobodaddy is perfect

Odysseus, Bach und die Kunst des Verschwindens.

Musiktheater von Georg Nussbaumer
mit dem Solistenensemble Kaleidoskop

In Odysseus, dem listenreichen Eroberer Trojas, erkannte die Aufklärung den ersten modernen europäischen Menschen. Im Musiktheater Nobodaddy is perfect – Odysseus, Bach und die Kunst des Verschwindens des österreichischen Künstlers Georg Nussbaumer spürt Kaleidoskop auf einer Reise am ehemaligen Verlauf der Berliner Mauer heutigen Spuren seiner Irrwege nach und nutzt das an den Rändern der verschwundenen Stadt entstandene Video- und Tonmaterial als Grundlage und Hintergrund für Repetitionen, Spiegelungen und Überschreibungen von Bachs „Kunst der Fuge“ und Schuberts „Erlkönig“. Nach dem Guckkastenprinzip ist die Odyssee auf kleine und winzigste Maßstäbe geschrumpft – eine Ruinenlandschaft aus Sanitärkeramik, Archipele aus Waschbecken und Klomuscheln, durchsetzt mit Treibgut-Souvenirs. Das Meer ist verschwunden, Nobodaddy/Odysseus der Abenteuer überdrüssig und Penelope ein abgestandener Vorwand, die hypnotische Kreisbahn zu verlassen. Ein fulminant-dystopischer Musiktheaterabend.

Kaleidoskop interpretiert die Textur der Odyssee mit sämtlichen ihm zur Verfügung stehenden musikalischen und performativen Möglichkeiten. Die Instrumentenkörper sind die Schilde der Kämpfer, die Saiten die Sehnen der Bögen, die Bögen die Schwerter, die Bogenhaare das trojanische Pferd. Die Musiker*innen sind die Gefährt*innen, die im Versmaß rudern, sie finden sich zur Kunst der Fuge und zu tableaus vivantes zusammen, singen sirenisch und verlieren sich im Spiel mit ihren Treibgutobjekten.

Inszenierung & Komposition: Georg Nussbaumer
Musik & Performance: Solistenensemble Kaleidoskop
Live-Elektronik: Robert Schwarz
Videobühne: Christine Schörkhuber, Markus Zucker
Wind und Sonne: Franz Quirchtmayr
Dramaturgie: Stefanie Prenn
Künstlerische Produktionsleitung: Anna Bergel
Technische Leitung: Jörg Bittner
Mitarbeit Bühnen- und Kostümbild: Alice Fassina
Requisitenbau: Jörg Fischer

Ein Projekt von Solistenensemble Kaleidoskop in Kooperation mit dem Radialsystem.
Gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa.

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