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    Kaleidoskopville (Photo: Flyer © Benjamin Pollach, Laura Risse)
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    Kaleidoskopville (Photo: © Sebastian Bolesch)
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Kaleidoskopville

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Musik und Bilder. Eine Gemeinschaft und ihre Rituale.

Mit der Sonne passiert hier bei uns etwas sehr Interessantes. Sie scheint jeden Tag in einer anderen Farbe. Keiner weiß, warum das so ist, nicht einmal Charley.

Richard Brautigan

Kaleidoskopville ist ein szenischer Musikabend. Er untersucht die Praxis des gemeinsamen Musizierens und fragt nach einer möglichen sozialen Funktion von Musik: Was würde passieren, wenn wir uns gegenseitig zuhören?

Ein leerer Raum, der nach und nach von den Musiker*innen betreten wird; wie Siedler, die sich eine leere Landschaft zu eigen machen und einen Ort des Zusammenlebens erschaffen, suchen die Musiker*innen im Bühnenraum und im abstrakten Raum des Klanges nach Möglichkeiten sich zu begegnen. Kaleidoskop sucht im Musikmachen nach einer neuen Möglichkeit des Zusammenseins. Wie konstituiert sich Gemeinschaft im Sinne des traditionellen Musikdenkens? Wäre sie überhaupt ein utopisches Gesellschaftsmodell? Müssen die gewohnten Hierarchien des Musizierens überwunden werden um eine neue und zeitgemäße Form zu entwickeln.

Kaleidoskopville betrachtet das Verhältnis der Musik zum Raum, des einzelnen Musikers, der einzelnen Musikerin zur Gruppe und des Publikums zum Ensemble. Die Gemeinsamkeiten, Gegensätze und Konflikte im Hören und Empfinden von Musik im Raum und der Austausch darüber sind die Mittel der Kommunikation auf der Bühne. Ihrer gewohnten Funktion beraubt, verlassen die Musiker*innen den schützenden Raum des Interpretierens ihres Notentextes. Die Zuschauer können sie beim Musikmachen, beim Hören und Empfinden des Moments betrachten.

Bezugspunkt zum Bühnengeschehen ist Richard Brautigans Roman In Watermelon Sugar. Brautigan beschreibt darin eine utopische Gemeinschaft in einer postapokalyptischen Welt. Das Leben der Bewohner wird von einer Sonne bestimmt, die jeden Tag in einer anderen Farbe scheint und sich stetigem Wandel unterwirft. Die Atmosphären des Romans kennzeichnen das Bühnenbild von Ladislav Zajac, der den Raum dieser ständigen Veränderung mit scheinbar minimalen Eingriffen aussetzt.

In Textfragmenten aus dem Roman beschreiben einzelne Bewohner von Kaleidoskopville ihren Alltag in der Gemeinschaft.

Alle waren anscheinend in ziemlich guter Stimmung. Die Musiker holten ihre Instrumente heraus und warteten darauf, dass die Sonne unterging.

Richard Brautigan

Mit Musik von Beethoven, Mahler, Valikoski und Solistenensemble Kaleidoskop.

Idee, Regie, Musik, Kostüm: Solistenstenemble Kaleidoskop
Bühne, Licht: Ladislav Zajac

Eine Produktion von Solistenensemble Kaleidoskop in Kooperation mit Berliner Festspiele, in Koproduktion mit Kunstfestspiele Herrenhausen und Operadagen Rotterdam. Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds und den Regierenden Bürgermeister von Berlin – Senatskanzlei – kulturelle Angelegenheiten.