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16.05.-18.05.2013, Hamburg
28.06.-29.06.2013, Berlin
Dem Weggehen zugewandt
Ein Projekt von Union Universal und Solistenensemble KALEIDOSKOP

Ein Musiktheaterprojekt: Eine Komposition für alte Stimmen und Streichorchester über musikalische Erinnerungen. Ein paar Töne einer Melodie, ein vages Gefühl, dann vielleicht ein Name, ein Ort, ein Geruch, eine Jahreszeit - musikalische Erinnerungen gehören zu den tiefsten Erinnerungen, die wir haben. Im Alter, wenn die kognitiven Fähigkeiten nachlassen, eröffnet die Musik Wege zu unserer eigenen Geschichte, die schon verloren schien. "Dem Weggehen Zugewandt" erzählt musikalisch aus diesem unbekannten Land des Alters, wenn Erinnerungen genauso real wie das alltägliche Leben, das Jetzt wichtiger als das Morgen und die Zeit, das Hier und das Gegenüber durchaus verhandelbare Größen sein können. Die Stückentwicklung basiert auf Interviews mit älteren Menschen aus Hamburg, Berlin und Dresden sowie auf Texten der 90- jährigen Autorin Ilse Helbich. Unter der Leitung von Regisseurin Maria Magdalena Ludewig und Komponistin Manuela Kerer entsteht ein Musiktheaterabend für einen großen "Chor der Alten", sechs Darsteller und ein Streichorchester.
Ein Projekt von Union Universal und Solistenensemble KALEIDOSKOP.
In Koproduktion mit Kampnagel, HELLERAU - Europäisches Zentrum der Künste Dresden und Radialsystem.V.
Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes, Schering Stiftung, Freie und Hansestadt Hamburg - Kulturbehörde, Berliner Kulturverwaltung, Hamburgische Kulturstiftung und Homann-Stiftung.
Komposition: Manuela Kerer
Regie: Maria Magdalena Ludewig

07.-09.12.2012 und 12.-16.12.2012, Berlin
Funkhaus Nalepastraße, Kleiner Sendesaal
Dark was the Night
Ein Projekt von Sabrina Hölzer

Das Stück "Dark was the Night" ist der dritte Teil der Projekte im lichtlosen Raum von der Regisseurin Sabrina Hölzer. In absoluter Dunkelheit widmet sie sich unter dem 2011 von ihr gegründeten Label "Into the Dark" gemeinsam mit dem Solistenensemble KALEIDOSKOP und dem Berliner Geräuschemacher Max Bauer spielerisch dem wechselseitigen Einfluss von Sehen und Hören. Die im Dunkeln agierenden Spieler katapultieren die Hörer in verschiedenste musikalische Räume. Diese führen von Hindemiths "Ouvertüre zum Fliegenden Holländer, wie sie eine schlechte Kurkapelle morgens um 7 am Brunnen vom Blatt spielt" über "Pression" von Helmut Lachenmann und Quartette von Haydn und Britten bis hin zum Vorgefühl der Ankunft eines Engels in Sánchez-Verdús "Concerto Grosso für Geräuschemacher und Engel-Streicher". Mit Bearbeitungen von romantischen Bestsellern wie dem Kampf der Montagues und Capulets aus der Ballett-Suite "Romeo und Julia" von Sergej Prokofjew geht es weiter über Raumkompositionen von Michael Rauter bis hin zu Arrangements ungarischer Volkstänze.
Eine Produktion von Into the Dark in Koproduktion mit Zeitgenössische Oper Berlin, Matvik Crew forening Oslo in Zusammenarbeit mit dem Solistenensemble KALEIDOSKOP und dem Geräuschemacher Max Bauer.
Co-Konzeption und musikalische Leitung: Michael Rauter
Raum und Licht: Ladislav Zajac in Zusammenarbeit mit Philip Orschler
Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes

Weitere Informationen finden Sie hier

11.+12.01.2013 und 14.+15.01.2013, Sydney/AUS
Sydney Town Hall - Sydney Festival 2013
Semele Walk
Musiktheater von Ludger Engels mit Couture von Vivienne Westwood und Musik von Georg Friedrich Händel

Foto: Semele Walk / KunstFestSpiele Herrenhausen © Monika Ritterhaus
Barock ist die Tendenz zur Übersteigerung, zu Prunk und Extravaganz. Barock ist provokante Neuordnung alter Gesetze und Zustände, ist verwirrendes Spiel zwischen Sein und Schein, ist Entgrenzung. Barock ist ein Lebensgefühl zwischen Lebenslust und Todesangst in einer Zeit der Umwälzung. Barock ist zügellose Leidenschaft, ist Rausch, ist durchdrungen von einer Atmosphäre latenter Erotik, ist Rebellion gegen die kühle Ästhetik der Renaissance. Vivienne Westwood steht für das konsequente Aufbrechen von Konventionen in der Modewelt, für puren Individualismus, für exzentrische Kombinationen verschiedenster Modestile, für einen kreativen Eklektizismus im Umgang mit historischen Vorlagen, für die Verbindung von Mode mit klaren politischen Überzeugungen, für eine provokante Vermischung der Genres und der Geschlechter. Das 1744 in London uraufgeführte Oratorium "Semele" von Georg Friedrich Händel bildet den Ausgangspunkt für das Gastspiel beim Sydney Festival 2013. Semele ist besessen von der Lust an der Grenzerfahrung. In ihrem Wahn, Unsterblichkeit zu erlangen, fordert sie von ihrem göttlichen Geliebten, ihr in seiner wahren Gestalt zu erscheinen. Sie verbrennt in dessen gleißendem Licht. Aus der Asche Semeles rettet Jupiter die Frucht dieser fatalen Verbindung: Dionysos. Semele steht für die Sehnsucht nach einem anderen emotionalen Zustand, demjenigen des Dionysischen, des Irrationalen, Subversiven, Ekstatischen, Selbstzerstörerischen. Semele verbrennt an ihrer entfesselten Leidenschaft und ist gleichzeitig Beweis dafür, dass eine Gesellschaft, die das Dionysische verbannt, keine Existenzberechtigung hat. "Semele Walk" ist ein Abend über Entgrenzung und Ekstase, eine musikalisch-theatrale Performance, in der Ludger Engels die barocke Figur der Semele auf die Modewelt Vivienne Westwoods treffen läßt. Ausgehend von einer klassischen Modeschau, entwickelt sich der cat-walk zu einem "Laufsteg der Gefühle", auf dem die Sehnsucht nach dem bedingungslos Leidenschaftlichen, nach der Verbindung von Ekstase und Subversion in die Rebellion gegen eine statische, rationale Welt führt.
Couture: Vivienne Westwood
Konzept und Regie: Ludger Engels Musikalische
Leitung: Olof Boman
Dramaturgie: Andri Hardmeier
Sopran: Aleksandra Zamojska
Countertenor: Armin Gramer
Produktionsleitung: Dagmar Neumann
Norddeutscher Figuralchor (Leitung: Jörg Straube)
Solistenensemble KALEIDOSKOP
Mehr Informationen finden Sie hier

Gastspiele
27.10. 2012, Konzerthaus Harpa, Reykjavik/IS
10.11.2012, Concertgebouw, Brügge/B
HARDCORE 3
Konzertperformance/Musiktheater

Foto © Adam Berry
Das Solistenensemble KALEIDOSKOP zeigt mit HARDCORE 3 eine analytische Fortsetzung der Werke HARDCORE (2007) und HARDCORE 2 (2010).
Hardcore präsentiert den "harten Kern" des Solistenensemble KALEIDOSKOP: die reine Streicherformation. Das Hauptkonzept dieser Serie liegt in der Arbeit der französischen Künstlerin Aliénor Dauchez und untersucht das Verhältnis der Musik zum Raum, des einzelnen Musikers zur Gruppe und des Publikums zum Ensemble. Die verschiedenen Werke, die als Montage nahtlos aneinander anschließen, werden von verschiedenen Positionen aus gespielt, so dass für das Publikum ein ständiger Wechsel von Nähe und Distanz zu den Musikern entsteht.
Dabei wird die Bühne in einen schwarz ummauerten Raum umgestaltet, in dessen Zentrum das Publikum platziert ist. Die Musiker bewegen sich auf einer elliptischen Umlaufbahn um die Zuschauer herum. Das musikalische Geflecht und die räumlichen Konstellationen führen den Zuschauer durch die unterschiedlichsten Situationen. Die Zuhörer müssen ihre Aufmerksamkeit für jedes musizierte Stück von einer Seite zur anderen wechseln und wissen nie, aus welcher Richtung der folgende Klang ertönt. Die gesamte Wirkung des Stücks ist getragen von den Wechselmomenten der intensiven Nähe und Eliminierung der Klänge sowie einer sich ständig ändernden Perspektive jedes Zuhörers.
HARDCORE 3 ist die dritte Version von Aliénor Dauchez' ständiger Erforschung der theatralen Möglichkeiten der Musik – nichts Anderes verwendend, als die Körper der Musiker, Klänge und Lichteffekte.
Mit HARDCORE 3 setzt das Solistenensemble KALEIDOSKOP seine Arbeit mit neuen Konzertformen fort. Die wichtigsten Merkmale des Repertoires und dessen Zusammenstellung des Ensembles bilden das Herzstück von HARDCORE 3: barocke Musik trifft auf zeitgenössische Musik, Kammermusikformationen und größere Ensemblestücke wechseln sich ab. Zu hören sind dabei Symphonien von C.P.E. und W.F. Bach, zeitgenössische Werke von Ryoji Ikeda und Claude Vivier, Jennifer Walshe und James Dillon.
Programm:
Carl Philipp Emanuel Bach - Sinfonie Wq 182, Nr. 1, G-Dur (1773)
Rioji Ikeda - op. 1 (for 9 strings), II (2000-01)
Giovanni Gabrieli - Ricercar Nr. 2, a-moll
Claude Vivier - Zipangu for 13 strings (1980)
James Dillon - Traumwerk Book I, 1 & 4 for two violins (1995)
James Tenney - For 12 Strings (rising) (1971)
Jennifer Walshe - minard/nithsdale for string quartet and boombox (2003)
Carl Philipp Emanuel Bach - Sinfonie Wq 182, Nr. 4, A-Dur (1773)
Inszenierung: Aliénor Dauchez (Frankreich/Deutschland)
Dirigent: Tammin Julian Lee
Gefördert durch

Styrkt af Styrktarsjóði SUT og Ruthar Hermanns

06.10.2012, 20 Uhr (Premiere)
07.10.2012, 16 und 20 Uhr, Radialsystem V, Berlin
"ZERO TIME - 100 Jahre Cage, 50 Jahre Fluxus. Eine Uraufführung"
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Foto: Christian Kesten © Manfred Bogner
Anlässlich des Cage-Jahres und des 50. Fluxus-Jubiläums entwickelte der Komponist, Regisseur und Performance-Künstler Christian Kesten gemeinsam mit dem Solistenensemble KALEIDOSKOP die Konzertinszenierung ZERO TIME. Ausgangspunkt dafür ist Untitled #13 (ZERO TIME), die neue Komposition von Christian Kesten für KALEIDOSKOP. Kesten untersucht darin mikrotonale Klangphänomene und ihre unterschiedliche Projizierung im Raum. Dabei sucht er die Verbindung von Klang und Aktion – so stehen instrumentale Aktivitäten gleichberechtigt neben Gehen, Stehen, Sitzen und alltäglichen Handlungen, die teilweise verstärkt werden.
Der Begriff ZERO TIME stammt aus einer Komposition von Christian Wolff und bedeutet nicht-gemessene Zeit, ein Zustand, in dem Zeit aufgehoben ist. Zeit wird zu einem Feld, in dem man sich in unterschiedliche Richtungen bewegen kann. Die Ereignisse können zu jedem beliebigen Zeitpunkt auftauchen und wieder verschwinden. Dieser Zustand ist die Grundlage für den inszenierten Konzertabend, der die Möglichkeiten des Orchesters im leeren Raum untersucht.
Eingebettet in diese Schichtung von instrumentalen Klangfeldern und Aktionen sind kurze Streichquartette von Christian Wolff, Morton Feldman, Anton Webern und Ludwig van Beethoven, die als autonome Klanginseln auftauchen. Anlässlich des Cage-Jahres erscheint Cage in diesem Stück nur als "Stille" – anknüpfend an sein Verständnis von Stille als einem Netz aus sich gegenseitig durchdringenden Klängen und Aktionen.
Das Konzert durchziehen Fluxus-Events von George Brecht, Robert Filliou, Dick Higgins, Bengt af Klintberg, Alison Knowles, Arthur Koepcke, Nam June Paik, Ben Patterson, Mieko Shiomi, Emmett Williams u.a.: Aktionen – schlicht oder spektakulär – die den Konzertrahmen poetisieren oder Alltag auf die Bühne bringen. ZERO TIME ist somit die Simultan-Aufführung dreier Konzerte: einem Streichquartett-Abend, einem Fluxus-Konzert und einer Raumklangkomposition des 21. Jahrhunderts.
Regie: Christian Kesten (Maulwerker)
Kostüme: Dorothee Scheiffarth
Licht: Johannes Sundrup
Ton: Matthias Erb
06.10.2012, 20 Uhr (Premiere)
07.10.2012, 16 Uhr und 20 Uhr
Radialsystem V, Holzmarktstr. 33, 10243 Berlin
Eine Produktion von Solistenensemble KALEIDOSKOP. In Zusammenarbeit mit Radialsystem V, Berlin. Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds.


21.+23.10.2011, Berlin
25.+26.11.2011, Chur/CH
"Die Jaffa-Orangen des Richard W. - Ein israelisches Rheingold"

Nach „Lenz - eine Deutschlandreise“ und „1.2.2.4.4 - eine Metapraxis“ ist dies die Fortsetzung unserer gemeinsamen Arbeit mit dem Regisseur Alexander Charim.
Am 21. und 23. Oktober 2011 im RADIALSYSTEM V Berlin, bzw. 25. und 26. November im Theater Chur/CH (Culturscapes 2011).
> Projektseite: jaffa.kaleidoskopmusik.de

01.+02.07.2011
Auf die Strasse!
XI - ein Polytop für Iannis Xenakis
01. und 02. Juli 2011 in Berlin
Das Solistenensemble KALEIDOSKOP verlässt den Konzertsaal und spielt eine Konzert- und Performanceserie auf Plätzen und Straßen der Stadt als Hommage an den griechischen Komponisten und Architekten Iannis Xenakis. "Polytop" - viele Orte - nannte Xenakis seine Gesamtkunstwerke aus Klang, Raum, Licht und Bewegung. Daran angelehnt bespielt KALEIDOSKOP über zwei Tage die Stadt. Xi beginnt am 1. Juli mit einem Konzert in der Philharmonie. Am 2. Juli tauchen die Musiker in Guerilla-Aktionen an 5 verschiedenen Orten in der Stadt auf. Am Abend entsteht auf der Fläche des künftigen Parks am Gleisdreieck das "Ringpolytop", eine Komposition aus 15 klingenden Autos, einer Blaskapelle und 15 unsichtbaren Musikern.
Die Orte der Guerilla werden kurzfristig bekannt gegeben. Finde die Orte bald hier und auf Facebook
Mehr Details und Programm ... siehe unten
Musik und Konzept: Solistenensemble KALEIDOSKOP
Konzert Dirigent: Manuel Nawri
Guerilla-Aktionen Regie: Aliénor Dauchez / Co-Regie und Texte: Korneel Hamers / Kostüme: Miriam Marto
Ringpolytop Komposition: Georg Nussbaumer
Eine Produktion von Solistenensemble KALEIDOSKOP

XI - ein Polytop für Iannis Xenakis
Zweitägige Konzertperformance
1. und 2. Juli 2011, Berlin
Ein Projekt des Solistenensemble KALEIDOSKOP.
"Der Hörer muss gepackt und, ob er will oder nicht, in die Flugbahnen der Klänge hineingezogen werden. Der sinnliche Schock muss ebenso eindringlich werden wie der Schlag des Donners oder der Blick in einen bodenlosen Abgrund." Iannis Xenakis
Das Solistenensemble KALEIDOSKOP geht auf die Straßen Berlins! Die Musiker des Ensembles verlassen den Konzertsaal und spielen eine Konzert- und Performanceserie auf öffentlichen Plätzen, Hinterhöfen und Straßen zum 10. Todesjahr des griechischen Komponisten und Architekten Iannis Xenakis.
Mit dem Begriff Polytope ("viele Orte") bezeichnete Xenakis seine monumentalen Kreationen, in denen er Licht, Klang, Raum und Bewegung als gleichberechtigte Elemente zu einem Gesamtkunstwerk zusammengefügt hat. Das Projekt gliedert sich in drei Teile. Es beginnt mit einem Konzert in der Philharmonie, wird am nächsten Tag mit Guerilla-Konzerten auf öffentlichen Plätzen fortgesetzt und endet mit dem Ringpolytop auf dem Gleisdreieck.
1. Juli, 20 Uhr, Konzert, Kammermusiksaal der Philharmonie
XI beginnt mit einem Konzert in der Philharmonie, bei dem die Musik von Xenakis auf Werke von Sebastian Claren (UA, Auftragswerk), Ryoji Ikeda, Josiah Oberholtzer und Claudio Monteverdi trifft. Xenakis' Musik ist stark von seinem Interesse an zufälligen Phänomenen wie Regen, einer Menschenmasse oder einem Bienenschwarm geprägt, woraus er einen eigenen Musikstil entwickelte. Seine Kompositionen funktionieren nicht mit Mustern von Thema, Motiv, Tonhöhe und Rhythmus, sondern bringen mit Massen, Felder und Flächen hervor. In diesem Programm trifft seine Musik auf Komponisten, die sich mit ähnlichen Phänomenen beschäftigt haben. Als Kontrast dazu erklingen kurze Ausschnitte früher Barockmusik von Claudio Monteverdi.
Programm:
Iannis Xenakis - Syrmos, Voile, Ittidra, ST/4-1,080262, Mikka
Claudio Monteverdi - Sinfonia
Ryoji Ikeda - Op. 1, I-IV
Josiah Oberholtzer - mbrsi
Sebastian Claren - Licht a capella (Uraufführung)
2. Juli, 10-19:30 Uhr, Guerilla-Aktion, verschiedene Orte in der Stadt
(Finde die Orte hier)
Am nächsten Tag bespielen die Musiker mit Guerilla-Aktionen zentrale Plätze Berlins in einer Inszenierung von Aliénor Dauchez.
In der Musik von Xenakis spiegeln sich seine Erlebnisse als Widerstandskämpfer im zweiten Weltkrieg, wie Geräusche von Menschenmengen oder Maschinengewehrsalven. Eine Collage aus den Partituren Xenakis’ bildet die Grundlage für die Aktion. Während die Musiker spielen, bauen Aktivisten eine temporäre Architektur auf, welche die Partituren von Xenakis dreidimensional visualisiert. Die Musiker und die Klänge bewegen sich in einer Choreographie in diesem neu definierten Ort.
2. Juli, ab 21:00 Uhr, Ringpolytop, Gleisdreieck
(Zugang über Schöneberger Ufer)
Die Aktionen gipfeln in dem Ringpolytop des österreichischen Komponisten Georg Nussbaumer auf der Brachfläche des künftigen Parks am Gleisdreieck. Das Konzept von Xenakis Architektur und Landschaft in großformatige Licht-Klang Orte zu verwandeln wird auf eine Stadt, eine Region ausgedehnt: die „vielen Orte“ verschwinden aus dem Blickfeld und dem Hörradius.
Die Musiker sind über die ganze Stadt verteilt und nur akustisch anwesend. Ihre Klänge und die ihrer jeweiligen Umgebung werden von jeweils einem Mobiltelefon belauscht und auf 15 Autos übertragen. Die Autos bewegen sich choreographiert auf dem Park am Gleisdreieck. Außen herum sind MusikerInnen mit Blasinstrumenten postiert, die den Platz in rotierende Klänge hüllen. Das Publikum bewegt sich frei über das Gelände.


19.+20.+21.06.2010
HARDCORE 2 - Die Rückkehr des Hardcore

Mit der Konzertinstallation HARDCORE stellte das Solistenensemble Kaleidoskop 2007 im Ballhaus Naunynstraße wörtlich den „harten Kern“ des Ensembles, die reine Streicherformation vor. Die Inszenierung der französischen Künstlerin Aliénor Dauchez legte den Grundstein der performativen Arbeit des Ensembles. HARDCORE untersucht das Verhältnis der Musik zum Raum, des einzelnen Musikers zur Gruppe und des Publikums zum Ensemble. Die verschiedenen Werke, die als Montage nahtlos aneinander anschließen, werden von verschiedenen Positionen aus gespielt, so dass für das Publikum ein ständiger Wechsel von Nähe und Distanz zu den Musikern entsteht. Die Musiker bewegen sich auf einer elliptischen Umlaufbahn um die Zuschauer herum. Das musikalische Geflecht und die räumlichen Konstellationen führen den Zuschauer durch die unterschiedlichsten Zustände.
Im Juni 2010 ist HARDCORE 2 eine Bestandsaufnahme des Ensembles.
Mit HARDCORE 2 nimmt Kaleidoskop sein Atomprogramm wieder auf. Es geht um Fusion und Spaltung. Die Teilchen nehmen unterschiedliche Zustände an. Die einzelnen Ensemblemoleküle gehen Wechselwirkungen in der Gruppe ein und lösen sich wieder aus dieser heraus. Das Ensemble wird mit Werken von György Ligeti, James Tenney und Ludwig van Beethoven angereichert und im Verlaufe des Abends durch Kompositionen von Marc Sabat, Henry Purcell, Enno Poppe, Iannis Xenakis und Georg Philipp Telemann geteilt.
Marc Sabat, Everlasting Sweet Peas für 3 Violinen
George Brecht, 3 Telephone Events
György Ligeti, Ramifications für 12 Solostreicher
Georg Philipp Telemann, Fantasie für Violine solo
Enno Poppe, Etude für Violine solo
James Tenney, For 12 Strings (rising) (1971)
Henry Purcell, Fantasia für Streicher
Iannis Xenakis, ST/4 für Streichquartett
Ludwig van Beethoven, Große Fuge op. 133 (bearbeitet für Streichorchester)
Solistenensemble KALEIDOSKOP | Inszenierung: Aliénor Dauchez
19.06.2010, 20h (Premiere)
20.06.2010, 18h
21.06.2010, 20h
Radialsystem V, Holzmarktstraße 33, 10243 Berlin | Karten

04.-06.06.2010
ORFEO - Love will tear us apart

Foto: © Hassan Mahramzadeh
Orfeo ist ein Stück über Macht und Grenzen der Musik und des Künstlers. Die Oper erzählt aber auch von der Macht und der Lebensnotwendigkeit des Spiels, von der Suche nach einem verlorenen Glück. Orfeo von Claudio Monteverdi ist ein Mythos, der durchaus vergleichbar wäre mit Figuren aus unserer Gegenwart, wie Kurt Cobain und Ian Curtis, deren Briefe und Tagebücher ebenso das Ringen eines Künstlers um Ausdruck mit Musik, um einen Platz jenseits des Kommerzes, um ein Innehalten formulieren. Durch die Verlängerung des Mythos in unsere Zeit und in der Erkenntnis, wie modern die Problematik des Künstlers in dieser Oper ist, entsteht ein Musiktheater, das die offene Form der Barockoper aufgreift und eine Brücke von den Anfängen der Oper zur Gegenwart schlägt. Der Abend entwickelt sich aus einem rauschenden barocken Fest als üppigem Sinnbild für Leben und Sterben und führt in seinem Verlauf immer weiter in eine Innenwelt, in der der Rausch des Spiels das verlorene Lebensglück ersetzen muss, in der die Aussichtslosigkeit, sich der Macht dieses Spiels entziehen zu können, zur Gewissheit wird – Love will tear us apart. Ein junges Sängerensemble sowie die Musikerinnen und Musiker des Solistenensembles Kaleidoskop zeigen unter der Leitung des Dirigenten Olof Boman eine eigens für die Herrenhäuser Gärten konzipierte Arbeit von Alexander Charim. Es werden drei Orte der Anlage bespielt: Im ersten Teil die Galerie, in der Pause der Garten, nach der Pause die Orangerie. Das barocke Fest, die Feier des Lebens, das Sinnbild von Leben und Sterben im ersten Teil trifft auf eine moderne Innenwelt im zweiten Teil.
Mit: Carl Ghazarossian, Isa Katharina Gericke, Anna Charim, Nathalie Siebert, Nils Cooper, Carl Ackerfeldt, Fredrik Strid, André Kaczmarczyk &
Solistenensemble KALEIDOSKOP
Regie: Alexander Charim
Musikalische Leitung: Olof Boman
Bühnenbild: Ivan Bazak
Kostüme: Julia Kneusels
Dramaturgie: Norbert Abels
Licht: Benjamin Schälike
Musikalische Konzeption der Pauseninstallation: Michael Rauter
Projektleitung: ehrliche arbeit - freies Kulturbüro
Korrepetition & Assistenz der Musikalischen Leitung: Guiliana Retali
Maske: Meike Hartmann
Regie- und Produktionsassistenz: Sandra Buttstädt
Bühnenbildassistenz: Marius Baumgartner
Kostümassistenz: Lydia Schmidt
Zusatzarrangement: Daniel Glatzel
Info und Karten unter: Kunstfestspiele Herrenhausen
Eine Produktion der Kunstfestspiele Herrenhausen in Zusammenarbeit mit dem Solistenensemble KALEIDOSKOP.

11.+12.+13.02.2010 - 20h
Fluktuation - II. Wo bist du Licht!
Radialsystem V, Berlin


Foto: Volker Hormann
Premiere: Do., 11.02.2010 | Radialsystem V
Solistenensemble KALEIDOSKOP
Yann Becker (Lichtinstallation und Inszenierung)
Dunkelheit und Harmonien, Stille und Strahlen, Krach und Blindheit, Rhythmus und Architektur.
Im zweiten Teil von „Fluktuation 09“ inszeniert der Schweizer Künstler Yann Becker gemeinsam mit KALEIDOSKOP ein Konzert, in dem Musik und Licht miteinander verknüpft werden. Musik und Licht. Beide umgeben, durchdringen und verändern uns und unsere Realität. Auf der Bühne konstruieren Musik und Licht die Zeit und den Raum.
Die Kompositionen in „Wo bist du Licht!“ eröffnen ein Spektrum von Klangfarben in dem das Licht zur lebendigen und schöpferischen Materie wird. Die Musik führt von der Aura der Haydn-Sinfonie Nr. 7 „le midi“ über die Desorientierung und Gewalt in dem titelgebenden Werk „Wo bist du Licht!“ von Claude Vivier bis hin zu den rauschhaften, psychedelischen Klängen von Jan St. Werner. Dazwischen bewegen sich Solowerke von Salvatore Sciarrino an den Grenzen des Hörbaren. Unterschiedliche Lichtinstallationen entspringen der Musik und interagieren mit ihr. Das Licht folgt gleichsam seiner eigenen Partitur.
Werke von Claude Vivier, Joseph Haydn, Salvatore Sciarrino, Jan St. Werner (UA)
Karten ››› Radialsystem V | oder telefonisch unter: (030) 288 788 588
Eine Produktion von Solistenensemble KALEIDOSKOP
Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds, der Schering Stiftung und der Radialstiftung

Mit freundlicher Unterstützung von:

Medienpartner:

In Zusammenarbeit mit:

Plakat-, Flyer- und Programmheftgestaltung: Suse Schandelmeier (Unfabrik) und Jörg Sebald (Sebald & Soehne)
Download: Programmheft (in Kürze)

20.+21.+22.11.2009 - 20h
Fluktuation 09 - I. Fremde Orte
Radialsystem V, Berlin

In dieser Konzertinstallation setzen sich KALEIDOSKOP und die Architektin Anna Kubelik mit der Fremde als Realität, als Inspiration und als Zufluchtsort auseinander. Der Konzertraum verwandelt sich in einen "fremden Ort", in dem sich Publikum und Musiker neu orientieren. Werke von Claude Vivier, Joseph Haydn, Iannis Xenakis und Jennifer Walshe.
Produktion: Solistenensemble KALEIDOSKOP
Plakat-, Flyer- und Programmheftgestaltung: DOJO Werbeagentur Berlin (DOJO)
Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds, der Schering Stiftung & cultúr éireann:

Mit freundlicher Unterstützung der Botschaft der Republik Indonesien und:

Medienpartner:

In Zusammenarbeit mit:

Download: Programmheft

29.07.2009 - 20h
30.07.2009 - 22h
03.10.2009 - 20h
Lenz - eine Deutschlandreise
Radialsystem V, Berlin

Bilder: Galerie
Trailer: K.TV
Solistenensemble KALEIDOSKOP und Rafael Stachowiak | Alexander Charim (Regie) | Aliénor Dauchez (Bühnenbild) | Julia Kneusels (Kostüme)
Anhand von Motiven aus Georg Büchners "Lenz" entwirft das Solistenensemble KALEIDOSKOP mit Worten und Musik eine Deutschlandkarte. Aus den Bruchstücken verschiedener Werke vom Barock bis in die Gegenwart entsteht eine neue in sich geschlossene Komposition, eine Reise durch eine bildlich gewordene Musiklandschaft. Musik und Text von Johann Sebastian Büchner, Ludwig van Wiesenfeld, Karl Anadeus Rihm, Bernd Alois Schumann, Enno Schütz u.v.a
Presse: Lenz - 350 Jahre Musikgeschichte an einem Abend (01.08.2009, Felix Stephan, Berliner Morgenpost)
Plakat-, Flyer- und Programmheftgestaltung: Suse Schandelmeier (Unfabrik) und Jörg Sebald (Sebald & Soehne)
Download: Programmheft

18.-30.03.2009
Dialoge 09 - Neues Museum, Berlin
mit Sasha Waltz & Guests
Solistenensemble KALEIDOSKOP
und Vocalconsort Berlin

Foto: Bernd Uhlig
Weitere Bilder: Galerie
Zehn Jahre nach dem legendären Dialoge-Projekt im Jüdischen Museum 1999, aus dem die Produktion "Körper" hervorgegangen ist, widmet Sasha Waltz eine weitere große Arbeit einem bedeutenden Berliner Museumsbau: Das Neue Museum auf der Museumsinsel Berlin befindet sich nach fast 10 Jahren Wiederaufbau unter der Leitung von David Chipperfield Architects in einem besonderen Moment der Transition. Direkt nach der baulichen Fertigstellung des Gebäudes und bevor die Exponate des Ägyptischen Museums und der Papyrussammlung sowie des Museums für Vor- und Frühgeschichte der Staatlichen Museen zu Berlin in die restaurierten Räume einziehen, wird es zum Raum einer außergewöhnlichen temporären "Ausstellung". In der zweiten Märzhälfte erkundet Sasha Waltz mit 70 Tänzern, Musikern und Sängern die noch leeren Räume des vielschichtigen Bauwerks: Die künstlerische Inauguration des Neuen Museums Berlin.
Mit Sasha Waltz & Guests, Vocalconsort Berlin und Solistenensemble KALEIDOSKOP
Eine Produktion von Sasha Waltz & Guests
in Zusammenarbeit mit der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, den Staatlichen Museen zu Berlin und David Chipperfield Architects
Made in Radialsystem V
Neues Museum | Museumsinsel Berlin | Bodestraße 1-3
Einmalige Vorstellungsreihe!
Weitere Info: www.sashawaltz.de


22.10.2008 - 20h
1.2.2.4.4 - eine Metapraxis
Radialsystem V, Berlin

Bilder: Galerie
Solistenensemble KALEIDOSKOP | Alexander Charim (Regie) | Aliénor Dauchez (Raumgestaltung)
„1.2.2.4.4“ ist eine Fortführung des Programms Hardcore, mit dem das Solistenensemble KALEIDOSKOP das Verhältnis von Individuum und Gruppe musikalisch, choreographisch und räumlich untersucht. Die Mitglieder des Ensembles werden dabei gleichermaßen als musizierende und darstellende Akteure ausgestellt.
Im Zentrum stehen Kompositionen von Jani Christou, La Monte Young und Carl Philipp Emanuel Bach - Musik, die nichts verschönert oder dekoriert, sondern vielmehr schonungslos entblößt.
Download: Programmheft

20.06.2008 - 20h
Holz Ist - we were trees
Radialsystem V, Berlin

Bilder: Galerie
Solistenensemble KALEIDOSKOP | Monika Leskovar & Giovanni Sollima (Celli)
HOLZ IST ein inszeniertes Konzert, in dessen Zentrum der musikalische Kosmos des sizilianischen Cellisten und Komponisten Giovanni Sollima steht: Minimalismus, Barock & Klassik, Volksmusik, Rock ...
Das Solistenensemble KALEIDOSKOP stellt die Musik Sollimas Werken von Luigi Boccherini, Iannis Xenakis und Terry Riley gegenüber.
Giovanni Sollima - Violoncelles, Vibrez! | Luigi Boccherini - Streichquintett Op. 39/3 | Giovanni Sollima - When We Were Trees | Iannis Xenakis - Aroura | Terry Riley - In C
Plakat-, Flyer- und Programmheftgestaltung: MAT.
Download: Programmheft

11.04.2008 - 20h
Hausmusik III - Märchenstunde


Mitglieder des Solistenensemble KALEIDOSKOP spielen Werke von Johann Sebastian Bach und Edu Haubensak. Gelesen werden Auszüge aus Anne Sexton "Verwandlungen".
Plakat-, Flyer- und Programmheftgestaltung: MAT.

03.04.2008 - 20h
After the Light: Moving Image displayed at Night
Opening mit dem Solistenensemble KALEIDOSKOP
Radialsystem V, Berlin

Paz A. Guevara (Kuratorin) | Mit Michel de Broin, Filipa César, Harun Farocki, Cristóbal León, Julien Maire, Bjørn Melhus, Reynold Reynolds, Meggie Schneider, Daniel Urria, Ina Wudtke u.a.
Zur Geburtstunde des Kinos in Deutschland fanden Filmvorführungen vor allem in Bars oder unter freiem Himmel statt - Kinosäle gab es noch nicht. An diese alte Form anknüpfend zeigen in Berlin lebende internationale Künstler nach Sonnenuntergang parallel zur Berlin Biennale ihre medialen Installationen.
Die Opening-Veranstaltung am 03.04.2008 beginnt um 20 Uhr mit der Präsentation der Arbeiten, im Anschluss spielt um 22 Uhr - in vollständiger Dunkelheit - das Solistenensemble Kaleidoskop das 3. Streichquartett "In iij noct." von Georg Friedrich Haas. Den Abschluss des Abends bildet um 23 Uhr die Dubstep Lounge mit "The Femmes with Fatal Breaks" und der Künstlerin Ina Wudtke.
After the Light: Moving Image displayed at Night
Michel de Broin - "Owing to the absence", 2007, film, black and white | Reynold Reynolds - "After de Vernissage", 2007, film, colour | Reynold Reynolds - "Missing Berlin (Destroyed)", 2008, 3 projections, black and white | Ina Wudtke - "A Portrait of the Artist as a Worker (rmx.)", 2006, film, colour | Julien Maire - "Low resolution Cinema : Dissolved border", 2008, projection | Filipa César - "Allee der Kosmonauten", 2007, film, colour | Bjørn Melhus - "treehouse #2", 2008, video-installation | Daniel Urria - "Tropische Fische (simultaneous version)", 2008, film, colour | Cristóbal León - "Lucía", 2007, film, colour | Harun Farocki - "Transmission", 2007, film, colour | Meggie Schneider - "16 windows", 2008, 16 video loops, colour | Georg Friedrich Haas - 3. Streichquartett "in iij noct", 2001
Ein Projekt von Radialsystem V, mit freundlicher Unterstützung von Cine Plus, Neue Medien Projekte, COMA Gallery und Berlin GaLa Bau.

28.03.2008 - 20h
From Dusk Till Dawn
Villa Elisabeth, Berlin


Bilder: Galerie
Arnold Schönberg - "Verklärte Nacht" op. 4 für Streichorchester (1899/1943) | Georg Friedrich Haas - Streichquartett Nr. 3 "in iij noct." (2001) | Joseph Haydn - Sinfonie Nr. 6 "Le Matin" (1761)
Solistenensemble KALEIDOSKOP | Julian Kuerti & Michael Rauter (künstlerische Leitung) | Lucas Gruber (Licht)
Das Solistenensemble KALEIDOSKOP lädt am 28. März zu einem Konzert in die Villa Elisabeth ein. Das Programm FROM DUSK TILL DAWN beschreibt eine musikalische Reise durch eine ganze Nacht an einem Abend. Gleichzeitig ist bedeutet der Abend die Fortführung der Auseinandersetzung mit den Werken Joseph Haydns und Arnold Schönberg. Dazwischen erklingt ein außergewöhnliches Werk eines österreichischen Zeitgenossen: das 3. Streichquartett in iij noct. von Georg Friedrich Haas.
Als künstlerischen Partner haben wir Lucas Gruber eingeladen, der dem musikalischen Geschehen eine Lichtinstallation hinzufügt, die, dem Tageslicht gleich, den Raum und die Atmosphäre schafft, in der Schönbergs „Verklärte Nacht“ von der Dämmerung in die Nacht führt - und mit Haydns Sinfonie am späten Abend die Sonne wieder aufgeht.
In der Dämmerung erklingt zunächst Arnold Schönbergs Verklärte Nacht in der Fassung von 1943 für Streichorchester. Das wohl populärste Werk Schönbergs entstand an einer historischen Nahtstelle, 1899, zunächst als Streichsextett op. 4, das von einem Gedicht Richard Dehmels inspiriert wurde. Jenseits der Kammermusik handelt es sich hier um Programmusik, die »sich darauf beschränkt, die Natur zu zeichnen und menschliche Gefühle auszudrücken« (Schönberg).
Dann verschwinden vier Musiker des Solistenensemble KALEIDOSKOP im Dunkel der eingetretenen Nacht und spielen das 3. Streichquartett in iij noct. von Georg Friedrich Haas. Das Werk ist nach einem Responsorium von Carlo Gesualdo di Venosa benannt, das auch als Zitat im Stück auftaucht: In iij noct. (»In jener Nacht«). In Haas' Werk geht es um assoziative Gefühlszustände: Angst, Zweifel, Trauer, Sehnsucht, Hoffnung. Sie werden in seiner Nachtmusik mit überwältigender Wirkung hörbar.
Mit Haydns früher Sinfonie No. 6 le matin kehrt schließlich ein neuer Tag wieder. Die Sinfonie Nr. 6 le matin war, als Teil der Tageszeiten-Trilogie, das erste Werk, das Joseph Haydn für Fürst Paul Anton Esterházy schrieb. In dieser sind die beiden Pole, die vorwärtsdrängende Experimentierfreudigkeit und das Zurückgreifen auf Althergebrachtes, so deutlich wie sonst kaum in seinen Werken erkennbar. In den Sinfonien dieser Zeit verband Haydn seine bisherigen sinfonischen Erfahrungen mit Elementen des barocken Concerto grosso.
Plakat-, Flyer- und Programmheftgestaltung: MAT.
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Dieses Konzert wurde unterstützt und aufgenommen von:


23.02.2008 - 19h30
Exponate
Souterrain Sammlung Hoffmann, Berlin


Bilder: Galerie
Konzertinstallation
Solistenensemble KALEIDOSKOP | Michael Rauter (künstlerische Leitung) | Aliénor Dauchez (Inszenierung)
Sophie-Gips-Höfe | Sophienstr. 21 | 10178 Berlin-Mitte
Plakat-, Flyer- und Programmheftgestaltung: Aliénor Dauchez
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15.12.2007 - 20h
Battle Royal
Pumpe - Berlin

Werke von Paul Friedrich Frick, Justin Caulley, Wolfgang Zamastil, John Cage, Arvo Pärt, Georg Philipp Telemann & Johann Sebastian Bach
Solistenensemble KALEIDOSKOP | Michael Rauter & Julian Kuerti (künstlerische Leitung) | Elisabeth Weber, Anna Kathrin Faber, Daniella Strasfogel & Mintje van Lier (Violine) | Àdàm Römer, Donata Böcking & Lotte Dibbern (Viola) | Mischa Meyer, Michael Rauter & Boram Lie (Cello) | Jermaine Sprosse (Cembalo)
Gäste: Louise Wagner (Choreographie, Tanz & Raumgestaltung) | Friederike Plafki (Choreographie & Tanz) | Christian „Mio“ Loclair (Choreographie & Tanz) | Felix Dreher (Live-Elektronik)
kaleidosKOMPONISTEN gefördert von der Initiative Neue Musk Berlin e.V.

26.10.2007 - 20h
Hardcore
Ballhaus Naunynstrasse, Berlin

Bilder: Galerie
Trailer: K.TV
Mit der Konzertinstallation "HARDCORE" will das Solistenensemble KALEIDOSKOP wörtlich den "harten Kern" des Ensembles, die reine Streicherformation vorstellen. Als Gast wird die französische Künstlerin Aliénor Dauchez dabei den Konzertraum gestalten und choreographisch mit den Musikern arbeiten. Die Präsenz der Musiker im Raum und die räumliche Wirkung der Musik stehen dabei im Vordergrund.
Die ausgewählten Werke repräsentieren das Kernrepertoire des Solistenensembles KALEIDOSKOP: Barockmusik vs. Neue Musik. Trotz unterschiedlichster Klangsprachen verbindet alle Werke dieser Programm-Montage der Bezug zum vermeintlich "Schönen" in der Musik. So sind die Sinfonien der Bach-Söhne Wilhelm Friedemann und Carl Philipp Emanuel, Werke, die den üblichen Ausdrucksgehalt ihrer Zeit weit überschritten (und heute noch immer revolutionär klingen) und bereits bis zur Romantik vorgegriffen haben. Diesen Sinfonien stehen die ausgesprochen klangsinnlichen Werke von Claude Vivier, Peteris Vasks, James Dillon und Jennifer Walshe gegenüber.
"HARDCORE", hier im Sinne einer Musik, die ganz pur versucht bis zum Kern des Menschen, der Empfindung und des Hörens vorzudringen.
Wilhelm Friedemann Bach - Sinfonie F-Dur, F 67 | Claude Vivier - Zipangu | Giovanni Gabrieli - Ricercar | Peteris Vasks - Musica Dolorosa
James Dillon - Traumwerk | Jennifer Walshe - für Streichquartett und 2 Boomboxes | James Dillon - Traumwerk | Carl Philipp Emanuel Bach - Sinfonie Wq 182, Nr. 5
Gäste: Aliénor Dauchez (Raumgestaltung & Choreographie) | Tammin Lee (Dirigent)
Plakat-, Flyer- und Programmheftgestaltung: MAT.
Download: Programmheft

18.10.2007 - 20h
Hausmusik I - Hardcore Preview

Mitglieder des Solistenensemble KALEIDOSKOP spielen Werke von
Peteris Vasks, Domenico Gabrieli & Jennifer Walshe
Plakat-, Flyer- und Programmheftgestaltung: MAT.

01.07.2007
Omeros
Poesiefestival Berlin, Kulturbrauerei
04.09.2007
pèlerinages, Kunstfest Weimar - Werkstatt Musiktheater, Volkshaus
Musik-/Tanztheater nach Derek Walcott
C. Monteverdi - „Il Combattimento di Tancredi i Clorinda“ | Eine theatrale Annäherung mit Schauspielern, Sängern und Tänzern, mit dem Solistenensemble KALEIDOSKOP auf Barockinstrumenten.
Eine Produktion der Literaturwerkstatt Berlin/poesiefestival berlin 2007 in Kooperation mit der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin und dem Solistenensemble KALEIDOSKOP.

11.05.2007
- 20h
Die Geschichte vom Soldaten
Ballhaus Naunynstrasse, Berlin
 
Bilder: Galerie
Musiktheater
I. Stravinsky - „Die Geschichte des Soldaten“ | I. Xenakis - „Voile“ | H. Schütz - „Kleine geistliche Konzerte“ | J.B. Lully - „Ave Coeli Munus Supernum“
Inszenierung: Hendrik Müller
Solistenensemble KALEIDOSKOP | Gäste: Hendrik Müller (Regisseur) | Mira Voigt (Bühnenbild) | Katharina Bek, Raphael Kübler, Gero Bublitz & Tino Breitbarth (Schauspieler) | Erez Ofer (Violine) | Alexandra Hengstbeck (Kontrabass) | Sacha Rattle (Klarinette) | Michele Fattori (Fagott) | Damir Bacikin (Trompete) | Jens Stromsnes (Posaune) | Thomas Schwartz (Schlagzeug)
Presse: Tanz im Totensaal (16.05.2007, Boris Michael Gruh, www.klassik.com)
Plakat-, Flyer- und Programmheftgestaltung: MAT.
Download: Programmheft

09.03.2007 - 20h
Man vs. Machine
Ballhaus Naunynstrasse, Berlin
 
J. Dillon - „The Soadie Waste“ | J.S. Bach - Kontrapunkte aus „Die Kunst der Fuge“ | S.N. Eichberg - „Night Machine“ | G. Perle - „Critical Moments“ | J. Haydn - Cellokonzert C-Dur
Solistenensemble KALEIDOSKOP | Gäste: Sören Nils Eichberg ( Dirigent) | Andreas Kißling (Flöte) | Victor Aviat & Robert Herden (Oboe) | Sacha Rattle (Klarinette) | Matthias Gödecke & Anne Webers (Horn) | Meriel Price (Saxophon) | Mana Sugimoto (Schlagwerk) | Clemens Hund-Gröschel (Dillon) & Fabrizio Tentoni (Eichberg/Perle) (Klavier)
Presse: Meine Geschichte (14.03.2007, Klaus Geitel, Berliner Morgenpost) | Musik aus eigener Tasche (12.03.2007, Wolfgang Fuhrmann, Berliner Zeitung)

17.12.2006 - 20h
Arnold 2 - Die Kammersymphonien
Ballhaus Naunynstrasse, Berlin

A. Schönberg - 1. Kammersymphonie, bearb. A. Webern | B. Furrer - „Retour an Dich“ | W. Zamastil - „Moguer“ | J. Strauss (Sohn) - „Unter Donner und Blitz“, bearb. J. Kuerti | A. Schönberg - 2. Kammersymphonie
Solistenensemble KALEIDOSKOP | Gäste: Till Schulze (Sprecher) | Aaron Dan & Jeremie Abergel (Flöte) | Markus Sepperer & Sarah Nemtsov (Oboe) | Sacha Rattle & Noa Figer (Klarinette) | Heidi Mockert & Zoltán Kovács (Fagott) | Naama Golan & Ulrike Arzet (Trompete) | Francois Bastian & Daniel Kis (Horn)

13.10.2006 - 20h
Shaker Booty
Ballhaus Naunynstrasse, Berlin

J. Dowland - „Flow my Teares“ & „Come, heavy sleep“ | M. Sabat - „Idyllily“ | B. Britten - „Lachrimae“ | H. Purcell - Spielmusik „Abdelazer“ | J. Adams - „Shaker Loops“
Solistenensemble KALEIDOSKOP | Gäste: Olivia Stahn (Sopran) | Mirco Oldigs (Gitarre)

03.06.2006 - 20h
ligeTIK kurTAK barTOK - Ungarische UhrauffÜhrung
Ballhaus Naunynstrasse, Berlin


G. Ligeti - „Poème Symphonique“ für 100 Metronome | G. Kurtag - 6 kurze Stücke | J. Haydn - Violinkonzert A-Dur | B. Bartók - Divertimento
Solistenensemble KALEIDOSKOP | Gäste: 100 Metronome der Firma Wittner

24.02.2006 - 20h
Schönberg. Keine Angst.
Ballhaus Naunynstrasse, Berlin


G. Perle - „Critical Moments“ II für Kammerensemble | J. Haydn - Symphonie Nr. 94 „mit dem Paukenschlag“, bearb. Salomon |
A. Schönberg - „Pierrot Lunaire“, op. 21
Solistenensemble KALEIDOSKOP | Gäste: Olivia Stahn (Sopran) | Karla Haltenwanger (Klavier) | Andreas Kißling (Flöte) | Heinrich Treydte (Klarinette) | Timo Erdmann (Schlagwerk)
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