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    Hardcore 3 (Photo: © Adam Berry)

Hardcore 3

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Das Solistenensemble Kaleidoskop zeigt mit Hardcore 3 eine analytische Fortsetzung der Werke Hardcore (2007) und Hardcore 2 (2010).

Hardcore präsentiert den ‚harten Kern‘ des Solistenensemble Kaleidoskop: die reine Streicherformation. Das Hauptkonzept dieser Serie liegt in der Arbeit der französischen Künstlerin Aliénor Dauchez und untersucht das Verhältnis der Musik zum Raum, des/der einzelnen Musikers/Musikerin zur Gruppe und des Publikums zum Ensemble. Die verschiedenen Werke, die als Montage nahtlos aneinander anschließen, werden von verschiedenen Positionen aus gespielt, so dass für das Publikum ein ständiger Wechsel von Nähe und Distanz zu den Musiker*innen entsteht.

Dabei wird die Bühne in einen schwarz ummauerten Raum umgestaltet, in dessen Zentrum das Publikum platziert ist. Die Musiker*innen bewegen sich auf einer elliptischen Umlaufbahn um die Zuschauer*innen herum. Das musikalische Geflecht und die räumlichen Konstellationen führen das Publikum durch die unterschiedlichsten Situationen. Die Zuhörer*innen müssen ihre Aufmerksamkeit für jedes musizierte Stück von einer Seite zur anderen wechseln und wissen nie, aus welcher Richtung der folgende Klang ertönt. Die gesamte Wirkung des Stücks ist getragen von den Wechselmomenten der intensiven Nähe und Eliminierung der Klänge sowie einer sich ständig ändernden Perspektive jedes Zuhörers und jeder Zuhörerin.

Hardcore 3 ist die dritte Version von Aliénor Dauchez‘ ständiger Erforschung der theatralen Möglichkeiten der Musik – nichts Anderes verwendend, als die Körper der Musiker*innen, Klänge und Lichteffekte.

Mit Hardcore 3 setzt das Solistenensemble Kaleidoskop seine Arbeit mit neuen Konzertformen fort. Die wichtigsten Merkmale des Repertoires und dessen Zusammenstellung des Ensembles bilden das Herzstück von Hardcore 3: barocke Musik trifft auf zeitgenössische Musik, Kammermusikformationen und größere Ensemblestücke wechseln sich ab. Zu hören sind dabei Symphonien von Carl Philipp Emmanuel und Wilhelm Friedemann Bach, zeitgenössische Werke von Ryoji Ikeda und Claude Vivier, Jennifer Walshe und James Dillon.

Programm:
Carl Philipp Emanuel Bach: Sinfonie Wq 182, Nr. 1, G-Dur (1773)
Rioji Ikeda: op. 1 (for 9 strings), II (2000-01)
Giovanni Gabrieli: Ricercar Nr. 2, a-moll
Claude Vivier: Zipangu für 13 Streicher (1980)
James Dillon: Traumwerk Book I, 1 & 4 für 2 Violinen (1995)
James Tenney: For 12 Strings (rising) (1971)
Jennifer Walshe: minard/nithsdale für Streichquartett und 2 Ghettoblaster (2003)
Carl Philipp Emanuel Bach: Sinfonie Wq 182, Nr. 4, A-Dur (1773)

Inszenierung: Aliénor Dauchez
Dirigent: Tammin Julian Lee
Mit: Solistenensemble Kaleidoskop

Gefördert durch:
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Styrkt af Styrktarsjóði SUT og Ruthar Hermanns

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