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    (Photo: Unbox (Clear Skies Remix) © Alice Z Jones)

FORT/DA III – Unbox (Clear Skies Remix)

In FORT/DA III – Unbox (Clear Skies Remix) geht Kaleidoskop back to the future. Das Konzert Unbox von 2016 wird auf den Kopf gestellt, ins Offene remixed, versteinert und zersplittert. Blaue Himmel und schöne Körper, alles bleibt gleich und nichts lässt sich mehr erkennen. Franz Schubert wird anwesend sein und Rashad Beckers Klanggespinsten lauschen, Sebastian Claren die Schwermut des Saturn beschwören, und während ein Cello geopfert wird und sich das Publikum schon längst auf einer sentimentalen Reise befindet, schabt Salvatore Sciarrino auf Holz, Bindfaden und Rosshaar endlos merkwürdige Melodien.

Mit: Solistenensemble Kaleidoskop
Musik von Rashad Becker, Sebastian Claren, Franz Schubert, Salvatore Sciarrino u.a.

07.07.2018 | 20:00 Uhr | RADIALSYSTEM V | Tickets 14/11 €
08.07.2018 | 20:00 Uhr | RADIALSYSTEM V | Tickets 14/11 €

FORT/DA I–III

Kaleidoskop goes Romantic – schlotz! Zweitausendachtzehn und wir finden, es ist an der Zeit für eine Auseinandersetzung mit starkem Tobak aus drei Jahrhunderten. Bekannte und weniger bekannte Ikonen des XIX. Jahrhunderts und unzumutbare Neue Musik. Schwere Kost und kritische Theorie. Merkwürdige Melodien, weisses Rauschen und Zimmerpalmen. Mit einem regressiven „Fort! Da!“ distanziert sich Kaleidoskop von der Musik und will endlich ganz nah an sie ran, stellt sich endgültig keine Fragen mehr, sondern will sich Platz schaffen und spielen, spielen, spielen.

Mit einer simplen Geste lässt sich Kaleidoskops Liebe zur Musik beschreiben. Das Fort-Da-Spiel eines Kindes mit einer Holzspule: an einem Bindfaden befestigt wird sie in einem fort weggeworfen und wieder herangezogen. Hin und her und hin und her. Begleitet von der Parole „Fort! Da!“ geht es darum, die Abwesenheit der Mutter zu transzendieren, so Sigmund Freud in seiner Arbeit Über das Lustprinzip.

Anstelle eines Holzstücks spielt Kaleidoskop in FORT/DA I–III auf Holz und mit Wesenheiten des 19., 20. und 21. Jahrhunderts: Rashad Becker, Franz Schubert, Sebastian Claren, César Franck, Philip Glass und Guiseppe Verdi treffen auf Theodor W. Adorno, copy & waste, Philipp Enders und Alice Z Jones. Das RADIALSYSTEM V wird zum Spielplatz auf dem gezischt, gestottert, gekratzt und in feinsten Streichersounds geschwelgt wird. Vor allem und in allem aber geht es um die Musik und ihre sinnliche, fragile, komplexe, berührende Weiterführung unserer Gedanken ins Unsagbare.

Ein Projekt von Solistenensemble Kaleidoskop in Kooperation mit dem RADIALSYSTEM V.
Gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa. Kompositionsaufträge an Rashad Becker und Sebastian Claren, finanziert durch die Ernst von Siemens Musikstiftung.

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