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    (Photo: Terrain Vague © Alice Z Jones)

FORT/DA I – Terrain Vague

Take me to the Nebelsee! Mit fließenden und abrupten Wechseln zwischen konkreter physischer Nähe und Entfernung zwischen Kaleidoskop und seinem Publikum beginnt FORT/DA I in der Andeutung einer Inselwelt. Terrain Vague. Brache. Unbekanntes Gebiet. César Francks und Philip Glass‘ Streichquartett sind die Klänge der Sirenen, die in einer Inszenierung von Philipp Enders das Publikum beschwirren und es ins Ritual des Deep Listening einführt.

Mit: Solistenensemble Kaleidoskop
Choreografie: Philipp Enders
Musik von César Franck, Philip Glass, Giacinto Scelsi u. a.

12.05.2018 | 19:00 Uhr | RADIALSYSTEM V | Tickets 14/11 €
12.05.2018 | 22:00 Uhr | RADIALSYSTEM V | Tickets 14/11 €

FORT/DA I–III

Kaleidoskop goes Romantic – schlotz! Zweitausendachtzehn und wir finden, es ist an der Zeit für eine Auseinandersetzung mit starkem Tobak aus drei Jahrhunderten. Bekannte und weniger bekannte Ikonen des XIX. Jahrhunderts und unzumutbare Neue Musik. Schwere Kost und kritische Theorie. Merkwürdige Melodien, weisses Rauschen und Zimmerpalmen. Mit einem regressiven „Fort! Da!“ distanziert sich Kaleidoskop von der Musik und will endlich ganz nah an sie ran, stellt sich endgültig keine Fragen mehr, sondern will sich Platz schaffen und spielen, spielen, spielen.

Mit einer simplen Geste lässt sich Kaleidoskops Liebe zur Musik beschreiben. Das Fort-Da-Spiel eines Kindes mit einer Holzspule: an einem Bindfaden befestigt wird sie in einem fort weggeworfen und wieder herangezogen. Hin und her und hin und her. Begleitet von der Parole „Fort! Da!“ geht es darum, die Abwesenheit der Mutter zu transzendieren, so Sigmund Freud in seiner Arbeit Über das Lustprinzip.

Anstelle eines Holzstücks spielt Kaleidoskop in FORT/DA I–III auf Holz und mit Wesenheiten des 19., 20. und 21. Jahrhunderts: Rashad Becker, Franz Schubert, Sebastian Claren, César Franck, Philip Glass und Guiseppe Verdi treffen auf Theodor W. Adorno, copy & waste, Philipp Enders und Alice Z Jones. Das RADIALSYSTEM V wird zum Spielplatz auf dem gezischt, gestottert, gekratzt und in feinsten Streichersounds geschwelgt wird. Vor allem und in allem aber geht es um die Musik und ihre sinnliche, fragile, komplexe, berührende Weiterführung unserer Gedanken ins Unsagbare.

Ein Projekt von Solistenensemble Kaleidoskop in Kooperation mit dem RADIALSYSTEM V.
Gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa.

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