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Die Jaffa-Orangen des Richard W. – ein israelisches Rheingold

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Ein Musiktheater nach Motiven von Richard Wagner, Amos Oz und David Grossman.

Eine einzige Person kann einen ganzen Staat bedrohen. Wenn dieser Mensch der Liebe abschwört und sich damit selbst zur Waffe macht, stoppen ihn keine Mauern und keine Raketen. Ein israelisches Rheingold erzählt von der Situation eines Landes, das zwischen Überlebenskampf und Sicherheitssystem, zwischen Lebenslust und Besatzungsmacht, zwischen Zukunftsangst und gewalttätiger Gegenwart zerrissen ist. Die Handlung und die Musik von Richard Wagner werden gefiltert und übersetzt, um von einem anderen, einem neuen Rheingold zu erzählen: Israel, die offene Wunde, der Versuch eines Staates, der Sehnsucht und Hass in sich vereint.

Ausgehend von Richard Wagners Rheingold setzt sich die Musiktheaterproduktion Die Jaffa-Orangen des Richard W. mit der Situation Israels auseinander. Wie bei Wagner geht es um menschliches Handeln im Spannungsfeld von Gewalt und Gegengewalt, Streit um Territorium und die Suche nach Sicherheit.

Regisseur Alexander Charim und Komponist Georg Nussbaumer finden ein explizit politisches Musiktheater, das dem Ringen um ein Verhältnis zu Israel zwischen Sehnsucht und Kritik Ausdruck verleiht. Eingriffe in Wagners klingenden Orchesterrausch lassen das Original streckenweise hinter neuen Klangwelten verschwinden.

Dargestellt von Sänger*innen, Schauspieler*innen und Musiker*innen und ergänzt durch Texte u. a. von Amos Oz und David Grossman spiegeln sich unterschiedliche Sichtweisen und Haltungen, die von Identität und Gesellschaft in einem zerrissenen Land erzählen.

Regie: Alexander Charim
Ausstattung: Susanne Scheerer
Komposition: Georg Nussbaumer
Musikalische Leitung: Tammin Julian Lee
Dramaturgie: Cornelius Puschke
Mit: Anna Charim, Martin Gerke, Herdís Anna Jónasdótti, André Kaczmarczyk, Niklas Kohrt, Annette Lubosch, Ruth Rosenfeld und Solistenensemble Kaleidoskop