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    (Photo: Modell „Der Opernwürfel“ © Georg Nussbaumer)

Der Opernwürfel

Der Opernwürfel von Georg Nussbaumer nimmt die gesamte Opernliteratur als Ausgangsstoff eines völlig neuen Gespinstes. Ein großer weißer Würfel ist Monument des Opernrepertoires und Installation, Bühne und Speicher von klanglichen und performativen Aktionen zugleich. Er besteht seinerseits aus kleineren Würfeln, in denen sich ‚versteckt’ Opernklavierauszüge befinden. Die Interpret*innen schichten die einzelnen Blöcke immer wieder um. Der Würfel bewegt sich durch den Raum wie ein Eisberg, der langsam vorbeizieht. Text- und Notenpartikel aus diesem Archiv werden dabei herausgefiltert und interpretiert. Ein Hauch jahrhundertelanger Opernmühe weht vorbei.

Die Anweisungen für alle Aktivitäten werden direkt aus den Opern und in die Klavierauszüge eingelegten Lesezeichen mit Notationszeichen abgeleitet: Was aus den Noten auf der Seite auszuwählen und wie es auf dem Instrument zu interpretieren ist. Kleine Ausschnitte, Bekanntes und Belangloses – von Einzeltönen bis zu kurzen Phrasen, meist mit kompositorischen Veränderungen, Überschreibungen. Es entsteht ein ruhiges, von Stille oder behutsamen Arbeitsgeräuschen durchsetztes Klanggebilde. Erkennbares taucht darin auf, wird verändert und verschwindet wieder, oder wird von anderen Fragmenten und Klängen überlagert.

Komposition, Konzeption, Regie: Georg Nussbaumer
Musik, Performance: Solistenensemble Kaleidoskop:
Sopran, Performance: Sarah Maria Sun
Live-Elektronik: Robert Schwarz

Ein Projekt von Solistenensemble Kaleidoskop. Koproduziert von BAM! – Berliner Festival für aktuelles Musiktheater. Gefördert mit Mitteln der initiative neue musik berlin e.V. und der SKE Soziale & Kulturelle Einrichtungen.

         

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