• Loading
  • Loading
  • Loading
  • Loading
  • Loading

Decay

fuck life

S. Beckett

Ausgehend von Eva Kotatkovas Vorstellung eines verlassenen Kurmusikpavillons und dem Kurort als einem mentalen Grenzort, wird der Schinkel Pavillon in Decay zu einem Ort des Verfalls und der Dekonstruktion.

Iza Mortag Freund befindet sich in einer zentral positionierten Skulptur Eva Kotatkovas und erinnert sich – der Ausstellungsraum wird zur Innenwelt, die von der Performerin betrachtet wird. In größter Langsamkeit entfaltet sich der Verfall der Eingangsmusik; die Betrachterin des sich beständig vergrößernden Raumes unterbricht diese Entwicklung im Moment der maximalen klanglichen Expansion mit Samuel Becketts Rockaby. Die Skulpturen Eva Kotatkovas werden als Klangkörper behandelt und mit Bögen bespielt. Die dabei entstehenden lang gezogenen Töne und Rauschklänge sind Linien, die den Klangraum gleichsam vermessen. Dabei wird die sich in der Skulptur befindende Performerin zur Projektionsfläche der Assoziationen und Emotionen des Publikums. Decay löst sich mit einer Dekonstruktion von Bachs Largo aus dem Doppelkonzert für zwei Violinen und den letzten Worten aus Rockaby auf und endet in weißem Rauschen.

Ab 21.30 Uhr Drinks auf der Schinkel Terrasse!

Performance: Iza Mortag Freund, Michael Rauter, Tilman Kanitz
Sound: Ole Brolin
Skulpturen: Eva Kotatkova
Konzept: Tilman Kanitz