Photo: © Daniele Caetano

A Ballet of Slug and Shell (360° Video)

"A Ballet of Slug and Shell" ist die erste gemeinsame Arbeit des Solistenensemble Kaleidoskop mit dem Künstler Black Cracker. In dieser Musik-Performance begeben sich Black Cracker und Kaleidoskop auf die Suche nach ästhetischen Perspektiven auf Hierarchie, struktureller Unterdrückung und Diskriminierung – und befragen sich damit gegenseitig zur eigenen künstlerischen Herkunft und zu eigenen Traditionen. Die 360°-Video-Fassung wird ab dem 15. Juli 2021 kostenlos hier auf kaleidoskopmusik.de online abrufbar sein. mehr 

Photo: Dan Caetano

The Seventy Deadly Sins

"The Seventy Deadly Sins" ist ein Spiel zwischen Sinn, Sünde, Sinnen und Sinnlichkeit, eine Musik-Performance als wilder Ritt aus kleinsten Kompositionen und großen Formen, kulturellen Referenzen, Zitaten, Bildern, Outfits und Gesten. Das Solistenensemble Kaleidoskop verbündet sich erstmals mit dem Künstler und Regisseur Ariel Efraim Ashbel und zeigt sich für diese Uraufführung von einer besonders verspielten Seite. "The Seventy Deadly Sins" ist vom 6. bis 8. August im radialsystem Berlin zu sehen. mehr 

Photo: Abschied © Büro Bum Bum

Abschied

Das Musiktheater "Abschied" widmet sich dem ungewissen Moment nach einem Ende. Gemeinsam mit Musiker*innen des Niedersächsischen Staatsorchesters Hannover erkundet das Solistenensemble Kaleidoskop die unbestimmte Zeitlichkeit danach; eine Phase des Übergangs, in welcher Stagnation und Transformationsprozess gleichzeitig wirken. Ausgangspunkt ist der letzte Satz "Adagio. Sehr langsam und noch zurückhaltend" aus Gustav Mahlers "9. Sinfonie". Durch eine Neukomposition erweitert und in kleiner Besetzung gespielt wird das Orchesterwerk performativ, klanglich und räumlich adaptiert. Durch diese Aneignung wird das vielschichtige Potential hinter dem romantischen Pathos der Sinfonie spürbar. Das Solistenensemble Kaleidoskop schafft damit erneut Musiktheater, das Hörgewohnheiten verschiebt und die Körperlichkeit der Musik sowie der Musikmachenden selbst in den Mittelpunkt stellt. mehr 

Photo: Pixelsinfonie

Pixelsinfonie

Ein Mensch und die Musik. Alleine, an einem Tisch, in den eigenen vier Wänden und getrennt von der Außenwelt komponierte Ludwig van Beethoven seine "6. Sinfonie", die "Pastorale". Mit den Klängen seiner Komposition holte er die Natur, das Außen – in Form von Wasser, Wetter, Tieren und Pflanzen – nach Hause, in die von ihm imaginierte klangliche Gefühlswelt. Sein Werk war im frühen 19. Jahrhundert ein revolutionärer Akt und hat nun im Frühjahr 2020 eine erschreckende und unerwartete Aktualität bekommen: Die Corona-Pandemie erfordert weltweit einen Rückzug ins Private. Das Virus erzwingt eine wochen- und monatelange Begegnung mit sich selbst. Und plötzlich gewinnt die Vorstellungskraft einer Welt, die irgendwo da draußen liegt, an enormer Bedeutung. Der Komponist Michael Rauter nutzt die "Pastorale" für einen Einblick in das isolierte Leben. Und was könnte aktuell eine in seine kleinsten Einzelteile zergliederte Gesellschaft besser repräsentieren als der Klangkörper Orchester? Jede*r Musiker*in spielt einzeln. Jedes Instrument erklingt allein. Und wenn sich das Orchester irgendwann begegnet, zusammensetzt und erklingt, entsteht ein gemeinsames, großes Bild, durch das die Sehnsucht und die Kraft einer Gesellschaft in der Krise spürbar wird. mehr 

Photo: Nitsan Margaliot

Pas de Deux #2 – Second Skin Second Sky

In "Second Skin Second Sky", dem zweiten Teil der Reihe "Pas de Deux", betreten die Geigerin und Performerin Mari Sawada und der Tänzer und Choreograf Nitsan Margaliot die Bühne der Zwei. Wie zwei Weber*innen an einem Teppich, der von Klangereignissen und Bewegungsfragmenten durchzogen ist, lassen sie in Ihrem Zusammenspiel neue Muster und Pattern sichtbar und hörbar werden. Dabei schlüpfen sie immer wieder in die Rolle und den Körper der*des Anderen, lassen die Grenzen des eigenen Selbstverständnisses verschwimmen. Leichtfüssig, wie in einem Tagtraum, werden Bewegungen und Klänge gesammelt und spielerisch getauscht. Das Publikum wird dazu eingeladen, auf diesem imaginären Teppich Platz zu nehmen und sich für einen Moment in der Gegenwart zu versammeln. mehr 

Photo: © Paul Valikoski

Pas de deux #1 – Constructing Love

In "Constructing Love", dem ersten Teil der neuen Reihe "Pas de Deux" des Solistenensemble Kaleidoskop, erleben zwei Menschen Begegnung, Trennung, Vereinigung und Ende. Objekte und Klänge laden das Paar dazu ein, miteinander zu interagieren. Eine markante Choreographie spannt den Bogen zwischen individualistischem Nachsinnen und Momenten des gemeinsam Erlebten. Alain Badiou schreibt: "Denn jeder weiss, dass Liebe eine Neuerfindung des Lebens ist. Die Liebe neu zu erfinden, bedeutet diese Neuerfindung neu zu erfinden." In diesem Stück, das im Rahmen der Reihe "New Empathies" des radialsystem präsentiert wird, laden Milla Koistinen und Paul Valikoski das Publikum ein, über diese Neuerfindung nachzudenken. mehr 

Photo: Nobodaddy is perfect

Nobodaddy is perfect

Odysseus, Bach und die Kunst des Verschwindens. Ein fulminant-dystopischer Musiktheaterabend von Georg Nussbaumer: In Odysseus, dem listenreichen Eroberer Trojas, erkannte die Aufklärung den ersten modernen europäischen Menschen. Das Solistenensemble Kaleidoskop spürt – in Remineszenz an die zerstörte mythische Stadt und den nicht ganz perfekten Helden bei Homer – auf einer Reise am ehemaligen Verlauf der Berliner Mauer heutigen Spuren seiner Irrwege nach und nutzt das an den Rändern der verschwundenen Stadt entstandene Video- und Tonmaterial als Grundlage: Bachs „Kunst der Fuge“ – das kristalline Meisterwerk des Drehens und Wendens des immer gleichen Themas – wird repetiert, gespiegelt und überschrieben und mit Schuberts nach vorne preschenden Erlkönigtriolen ergänzt... Nach dem Guckkastenprinzip ist die Odyssee auf kleine und winzigste Maßstäbe geschrumpft – eine Ruinenlandschaft aus Sanitärkeramik, Archipele aus Waschbecken und Klomuscheln, durchsetzt mit Treibgut-Souvenirs. Das Meer ist verschwunden, Nobodaddy/Odysseus der Abenteuer überdrüssig und Penelope ein abgestandener Vorwand, die hypnotische Kreisbahn zu verlassen... mehr 

Photo: Untitled

Untitled

Dem Stück „Über den Fetischcharakter in der Musik und die Regression des Hörens“ gegenüber stellt Kaleidoskop mit „Untitled“ eine zweite künstlerische Position: In einer experimentellen, intimen Anordnung begegnen sich Yodfat Miron, Bratschistin von Kaleidoskop, und die französische Choreographin Alix Eynaudi, langjähriges Mitglied von Anne Teresa de Keersmaekers Tanzcompagnie Rosas in Brüssel. In einem Duett mit offenem Ausgang erforschen Sie das Zusammenspiel von Körper, Raum, Klang und Denken. mehr 

Photo: Theodor W. Adorno © Universitätsarchiv Frankfurt am Main

„Über den Fetischcharakter in der Musik und die Regression des Hörens“

„Über den Fetischcharakter in der Musik und die Regression des Hörens“ spielt mit der unmittelbaren Emotionalität eines Popsongs, Verdis Greatest Hits und einer stotternden Reflexion über die Regression des Hörens. Der titelgebende kritische Text von Theodor W. Adorno ist Ausgangspunkt für einen diskursiven Abend der Musikerinnen und Performerinnen des Solistenensemble Kaleidoskop mit dem Theaterkollektiv copy & waste, namentlich Silke Bauer, der für Opern-, Theater-, Festival- und Filmproduktionen gefragten Bühnenbildnerin, und dem Mitgründer und Regisseur der Künstlergruppe Steffen Klewar. mehr 

Photo: SERGE © Büro Bum Bum

SERGE

“Das Musiktheater „SERGE“ von Luigi De Angelis und dem Solistenensemble Kaleidoskop ist inspiriert vom visionären russischen Kunstimpresario Sergei Diaghilev, Gründer der legendären Ballets Russes, der Anfang des 20. Jahrhunderts die Musik- und Tanzwelt revolutionierte. In „SERGE“ verbinden sich Musik und Bewegung, Gesten und Mimik als gleichberechtigte Ausdruckselemente zu einer interdisziplinären Komposition. Ausgehend von ikonischen Werken der Ballets Russes, darunter Debussys „Prélude à l’après-midi d’un faune“, Ravels „Daphnis et Chloé“ und Saties „Parade“, entspinnt sich eine eigene ‚Choreographie der Verführung’. mehr