Photo: Solistenensemble Kaleidoskop © Christina Voigt

Witold/Nico/Jaws

Witold Lutosławskis komplexes und formsuchendes "Preludes and Fugue" (1972) und Nicos "Desertshore" (1970), ein Zyklus amorpher Songs voller Todessehnsucht, gemeinsam interpretiert mit der Künstlerin und Sängerin ANIKA. Was passiert, wenn man ästhetisch so unterschiedliche Werke aus verschiedenen Kulturproduktionen nebeneinanderstellt? Anhand des filmtheoretischen Begriffs der Suture, dem 'Zusammennähen' von vermeintlich unpassenden Materialien, richtet das Solistenensemble Kaleidoskop den Blick auf ungeahnte Verbindungsstellen zwischen den Werken und Genres. mehr 

Photo: Pixelsinfonie

Pixelsinfonie

Ein Mensch und die Musik. Alleine, an einem Tisch, in den eigenen vier Wänden und getrennt von der Außenwelt komponierte Ludwig van Beethoven seine "6. Sinfonie", die "Pastorale". Mit den Klängen seiner Komposition holte er die Natur, das Außen – in Form von Wasser, Wetter, Tieren und Pflanzen – nach Hause, in die von ihm imaginierte klangliche Gefühlswelt. Sein Werk war im frühen 19. Jahrhundert ein revolutionärer Akt und hat nun im Frühjahr 2020 eine erschreckende und unerwartete Aktualität bekommen: Die Corona-Pandemie erfordert weltweit einen Rückzug ins Private. Das Virus erzwingt eine wochen- und monatelange Begegnung mit sich selbst. Und plötzlich gewinnt die Vorstellungskraft einer Welt, die irgendwo da draußen liegt, an enormer Bedeutung. Der Komponist Michael Rauter nutzt die "Pastorale" für einen Einblick in das isolierte Leben. Und was könnte aktuell eine in seine kleinsten Einzelteile zergliederte Gesellschaft besser repräsentieren als der Klangkörper Orchester? Jede*r Musiker*in spielt einzeln. Jedes Instrument erklingt allein. Und wenn sich das Orchester irgendwann begegnet, zusammensetzt und erklingt, entsteht ein gemeinsames, großes Bild, durch das die Sehnsucht und die Kraft einer Gesellschaft in der Krise spürbar wird. mehr 

Photo: Solistenensemble Kaleidoskop © Marius Glauer

The Women in Peer Gynt

Was wäre, wenn wir den selten gehörten Figuren aus "Peer Gynt" ein offenes Ohren schenkten? Was wäre, wenn wir Peer verstummen und die norwegischen Frauenstimmen auf der Bühne selbst zu Wort kommen ließen? Wie wäre es mit einer überraschenden Perspektive auf Henrik Ibsens Klassiker – einem 'alternativen Peer Gynt'? Das Solistenensemble Kaleidoskop versucht eine ungewöhnliche Annäherung an die Themen des Meisterwerks, und lässt Werke norwegischer Komponistinnen in einen Dialog treten mit Auszügen aus Edvard Griegs "Peer Gynt Suite". mehr 

Kaleidoskop bei KONTRAKLANG

Kaleidoskop ist am 30. Oktober 2019 mit Werken von Ana-Maria Avram und Ernstalbrecht Stiebler zu Gast bei KONTRAKLANG. mehr 

Photo: Thomas Meadowcroft © Harry Schnitger

Die Kinder über dem Informationsmeer

Das Internet verführt manch Nutzer*in zur ungefragten und anonymen Äußerung in Bewertungen und Kommentaren. Dieses Phänomen macht auch vor der Musik keinen Halt und verdrängt zunehmend die klassische Konzertkritik. In Thomas Meadowcrofts neuem Werk „Die Kinder über den Informationsmeer“ für Kinderchor und Streichorchester zitiert der Mädchenchor II & III der Sing-Akademie zu Berlin kritische Reaktionen auf klassische Musik aus sozialen Medien und bringt zugleich Erwartungen an eine digitale Zukunft zum Ausdruck. Dem gegenüber stellt das Solistenensemble Kaleidoskop Schönbergs Klassiker „Verklärte Nacht“. Die Tondichtung handelt von einem Paar, das jenseits von gesellschaftlichen Erwartungshaltungen eine unkonventionelle Familie gründen möchte. Abgerundet wird das Programm durch das Acapella-Chorwerk „Memento salutis auctor“ des englischen Renaissance-Komponisten William Byrd. mehr 

Photo: Kaleidoskop vs D'Est

Howling Wolf: Kaleidoskop vs D’Est

Im Rahmen von „Howling Wolf: Festival für Film-Musik-Performance“ lädt das Wolf Kino über 8 Wochen im Zeitraum Juni und Juli 2019 Musiker*innen ein, sich mit unterschiedlichsten Formen filmischer Erzählung, vom Stummfilm bis hin zum zeitgenössischen Experimentalfilm, auseinanderzusetzen. Je eine Woche lang werden die Musiker*innen ihren spezifischen Zugang zur Thematik und Emotionalität der Filme erkunden und an einem eigenen musikalisch-performativen Konzept arbeiten. Dabei geht es nicht um die Komposition bzw. Produktion von Musik für Film, sondern darum, zu untersuchen, was mit Musik und Klang in Bezug zu Film möglich ist. Den Prozess, die Auseinandersetzung und Annäherung von Film und Musik, kann das Publikum in öffentlichen Proben ebenso verfolgen, wie sich den abschließenden performativen Aufführungen hingeben. Ausgehend von Chantal Akermans „D'Est“ (Von Osten, B 1993, 107 Min.), einem Film, der sich jeder Kategorisierung entzieht, wird das Solistenensemble Kaleidoskop seine musikalische Inszenierung entwickeln. mehr 

Photo: Untitled

Untitled

Dem Stück „Über den Fetischcharakter in der Musik und die Regression des Hörens“ gegenüber stellt Kaleidoskop mit „Untitled“ eine zweite künstlerische Position: In einer experimentellen, intimen Anordnung begegnen sich Yodfat Miron, Bratschistin von Kaleidoskop, und die französische Choreographin Alix Eynaudi, langjähriges Mitglied von Anne Teresa de Keersmaekers Tanzcompagnie Rosas in Brüssel. In einem Duett mit offenem Ausgang erforschen Sie das Zusammenspiel von Körper, Raum, Klang und Denken. mehr 

Photo: Theodor W. Adorno © Universitätsarchiv Frankfurt am Main

„Über den Fetischcharakter in der Musik und die Regression des Hörens“

„Über den Fetischcharakter in der Musik und die Regression des Hörens“ spielt mit der unmittelbaren Emotionalität eines Popsongs, Verdis Greatest Hits und einer stotternden Reflexion über die Regression des Hörens. Der titelgebende kritische Text von Theodor W. Adorno ist Ausgangspunkt für einen diskursiven Abend der Musikerinnen und Performerinnen des Solistenensemble Kaleidoskop mit dem Theaterkollektiv copy & waste, namentlich Silke Bauer, der für Opern-, Theater-, Festival- und Filmproduktionen gefragten Bühnenbildnerin, und dem Mitgründer und Regisseur der Künstlergruppe Steffen Klewar. mehr 

Hayan Nabi ~ 하얀 나비

Neujahrskonzert im Koreanischen Kulturzentrum mit dem Solistenensemble Kaleidoskop, Minhee Park & Hong Yoo. mehr 

Photo: Fleur du mal © Rainer Ehrt

Prinzip Hoffnung II: Desperate Hope

„Der Tod ist eine Blume“, so der Titel von Matthias Kadars Vertonungen von Gedichten Paul Celans. Zwischen den Antipoden der lyrischen Welt von Celan, zwischen Hoffnung und Verzweiflung, Lebens- und Todessehnsucht, taumelt auch der Wanderer der Schubertschen „Winterreise“. Das Lied vom Leiermann besiegelt hoffnungslos melancholisch das Ende der Wanderung. David Cavelius hat Lieder des Zyklus‘ für 16 Männerstimmen und 5 Streicher bearbeitet. Das Konzert mit dem Vocalconsort Berlin und dem Solistenensemble Kaleidoskop findet im Rahmen der Reihe „Prinzip Hoffnung“ zum 15-jährigen Bestehen des Vocalconsort Berlin statt. mehr