Photo: SERGE

SERGE

Das Musiktheater „SERGE“ von Luigi De Angelis und dem Solistenensemble Kaleidoskop ist inspiriert von Leben und Arbeit des visionären russischen Kunstimpressario Sergei Diaghilev. In „SERGE“ schöpfen Kaleidoskop, De Angelis und der Schauspieler Marco Cavalcoli aus einer ‚Choreografie der Verführung’ basierend auf berühmten Werken des Ballets Russes. Mit listigen Schachzügen brachten Diaghilev und das Ballets Russes Kreativität und Ambiguität ins öffentliche Bewusstsein des frühen 20. Jahrhunderts und prägten so die Welt des Tanzes, der Musik und der Performance nachhaltig. mehr 

Photo: Modell „Der Opernwürfel“ © Georg Nussbaumer

Der Opernwürfel

Der von Justus von Liebig 1880 erfundene Brühwürfel (die zum Würfel gepresste Version von Liebigs Fleischextrakt) erwirkte eine Revolutionierung der Suppenküche. Der von Georg Nussbaumer erfundene Opernwürfel besorgt ähnliches nun fürs Musiktheater. In Form zahlreicher Klavierauszüge speichert er Kalorien aus 418 Jahren Operngeschichte. Auflösbar bleibt er in kleinere Würfel. Langsam wie ein schmelzender Eisberg wandert dieses Archiv der Oper dahin, während aus seinem Gedächtnis Text- und Notenpartikel sowie Anweisungen für Aktivitäten gefiltert werden. „Der Opernwürfel“ greift nach nichts weniger als dem gesamten Bestand der Opernliteratur! mehr 

Photo: Unbox (Clear Skies Remix) © Alice Z Jones

FORT/DA III – Unbox (Clear Skies Remix)

Im dritten Teil der Reihe „FORT/DA“ geht Kaleidoskop zurück in die Zukunft. „Unbox (Clear Skies Remix)“ ist ein Hör- und Sehlabyrinth, in dem das Publikum wandelt, sich verlieren kann und in Nebelkammern unvermutet auf die Schönheit der Musik von Lisa Bielawa, Pauline Oliveros, Franz Schubert, Salvatore Sciarrino und Sebastian Claren trifft. Dabei bedient sich Kaleidoskop der Technik des Remixes: Die Parameter eines Konzertes werden immer wieder neu angeordnet, versteinert und zersplittert und führen zu sehr persönlichen Begegnungen mit der Musik. Bevor diese Reise ins Unbekannte beginnt, gibt es vorab zur Orientierung Rashad Beckers live-elektronische Sicht auf das Kommende. mehr 

Photo: Über den Fetischcharakter in der Musik [...] © Alice Z Jones

FORT/DA II – „Über den Fetischcharakter in der Musik und die Regression des Hörens“: Eine melodramatische Etüde

„FORT/DA II“ spielt mit der unmittelbaren Emotionalität eines Popsongs, Verdis Greatest Hits und einer stotternden Reflexion über die „Regression des Hörens“. Der kritische Text von Theodor W. Adorno ist Ausgangspunkt für einen diskursiven Abend mit dem Theaterkollektiv copy & waste. Kaleidoskop gestaltet vielseitig-mehrspurige und schiefe Ebenen um möglichen Echos und Bedeutungen des Textes zuzuhören und ihn gleichzeitig mit Neuer Musik, Popliedern und italienischen Opernarien zu übertönen. mehr 

Photo: Terrain Vague © Alice Z Jones

FORT/DA I – Terrain Vague

Take me to the Nebelsee! Mit fließenden und abrupten Wechseln zwischen konkreter physischer Nähe und Entfernung zwischen Kaleidoskop und seinem Publikum beginnt „FORT/DA I“ in der Andeutung einer Inselwelt. „Terrain Vague“. Brache. Unbekanntes Gebiet. César Francks und Philip Glass' Streichquartett sind die Klänge der Sirenen, die in einer Inszenierung von Philipp Enders das Publikum beschwirren und es ins Ritual des Deep Listening einführt. mehr 

Photo: Transit © Tilman Kanitz

Transit

Das Solistenensemble Kaleidoskop hat in Zusammenarbeit mit dem Choreografen Laurent Chétouane und den Komponist*innen Chiyoko Szlavnics, Dmitri Kourliandski und Sebastian Claren das Konzertformat „Transit“ für die Donaueschinger Musiktage 2017 erarbeitet. Bei den Überlegungen im Vorfeld spielte die Frage nach dem Verhältnis zwischen den Performer*innen und ihrem Publikum eine wesentliche Rolle. mehr 

Photo: Bajazzo Road Opera © Sebastian Mayer

Bajazzo Road Opera

Fast auf den Tag genau 125 Jahre nach der Uraufführung der Oper „Pagliacci“ (Der Bajazzo) erfährt die veristische Oper von Ruggero Leoncavallo ausgerechnet im Berliner Kudamm Karree ein postdramatisches Update. Dort am Kurfürstendamm, wo sich gerade und wieder einmal gefühlte, gespielte und tatsächliche Realitäten – Theater- und Stadtgeschichte(n), die stille Ödnis des Verfalls und Massen von Bauplänen, enttäuschte Hoffnungen und hochfliegende Zukunftserwartungen, das Glitzern protzigen Konsums, staunende Touristenschwärme und zweifelnde Anwohner – ineinander verhaken und einander überlagern, nimmt „Bajazzo Road Opera“ vom Solistenensemble Kaleidoskop, dem Regisseur Ludger Engels und dem Musiker und Performer Thomas Mahmoud ihren Ausgang. mehr 

Photo: DADADADAAAAA © Adam Berry

DADADADAAAAA – 100 Jahre Solistenensemble Kaleidoskop & Andromeda Mega Express Orchestra

10 x 10 = 100. Das Solistenensemble Kaleidoskop und das Andromeda Mega Express Orchestra – zwei außergewöhnliche Berliner Ensembles internationaler Coleur – werden jeweils 10 Jahre alt. Zufälligerweise wird DADA in diesem Jahr 100 Jahre alt. Folgerichtig werden Kaleidoskop und Andromeda ihr Jubiläum gemeinsam mit inszenierten, langen Konzertnächten in Form einer Dada-Gala im RADIALSYSTEM V feiern, welches 2016 ebenfalls sein 10. Jubiläum feiert. Zufall? Es gibt keine Zufälle. mehr 

Photo: Flyer Unmöglichkeit IV © Büro Bum Bum

Unmöglichkeit IV – Revue

Mit „Unmöglichkeit IV – Revue“ schließt sich der Kreis. In dem ausufernden Konzert im KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst wird das Ensemble zum Gegenstand der Betrachtung. Open Space. Auflösung und Wiederkehr. Die Kunst des Musikmachens im Kollektiv. In vier Teilen des Konzerts sind Werke von Xenakis, Haydn, Vivier, Bach, Scelsi, Haas, Monteverdi, Lachenmann, Ockeghem, Gervais, Dufay, Claren, Beethoven und Moe zu hören. mehr 

Photo: Flyer Unmöglichkeit III © Büro Bum Bum

Unmöglichkeit III – Alice

In „Unmöglichkeit III – Alice“ begibt sich der Zuhörer in die Wunderwelt der Sammlung Hoffmann. Das Publikum bewegt sich einzeln durch die Ausstellungsräume, in denen sich Abstraktionsformen von Musik und bildender Kunst gegenüberstehen. Es entwickeln sich Möglichkeiten der Spiegelung in Abstraktion und die Unmöglichkeit des Austausches darüber. Vermeintlich nicht zusammen gehörende abstrakte Kunstwerke und Klänge können in der Fantasie zu einem ganz persönlichen Ganzen zusammengesetzt werden. Dabei verweben sich Klänge von Mark Andres Trio „...zu...“ und zeitlich extrem gedehnte Partikel aus Bachs „Johannes-Passion“. Dieses fein gesponnene Klangnetz wird immer wieder von Energieeruptionen aus dem Boltanski Raum erschüttert, in dem Solowerke Xenakis' zueinander in Dialog gestellt werden. mehr