Zur Zeit im Programm

Der Opernwürfel

„Der Opernwürfel“ von Georg Nussbaumer nimmt die gesamte Opernliteratur als Ausgangsstoff eines völlig neuen Gespinstes. Ein großer weißer Würfel ist Monument des Opernrepertoires und Installation, Bühne und Speicher von klanglichen und performativen Aktionen zugleich. Er besteht seinerseits aus kleineren Würfeln, in denen sich ‚versteckt’ Opernklavierauszüge befinden. Die Interpret*innen schichten die einzelnen Blöcke immer wieder um. Der Würfel bewegt sich durch den Raum wie ein Eisberg, der langsam vorbeizieht. Text- und Notenpartikel aus diesem Archiv werden dabei herausgefiltert und interpretiert. Ein Hauch jahrhundertelanger Opernmühe weht vorbei.

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Music for Hotel Bars

Die Konzertreihe „Music for Hotel Bars“ beauftragt Komponist*innen, Musik für eine Hotelbar in Berlin zu schreiben. Die Herausforderung an die Komponist*innen, die aus dem Genre der neuen Musik kommen, besteht darin, sich dem Metier einer – provokant gesagt – funktionalen Musik künstlerisch anzunehmen. Der amerikanische Komponist Mark Barden widmet sich in seiner Arbeit den Soundscapes sozialer Räume. Für die Reihe bespielt er zusammen mit dem Solistenensemble Kaleidoskop die Hotelbar des Westin Grand: Der Concierge empfiehlt Gästen eine Sehenswürdigkeit der Stadt, eine reizende Person schreitet die marmorne Showtreppe zum Klavier hinab, Streicherklänge verweben sich in das siebenstöckige Atrium.

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FORT/DA III – Unbox (Clear Skies Remix)

In „FORT/DA III – Unbox (Clear Skies Remix)“ geht Kaleidoskop back to the future. Das Konzert „Unbox“ von 2016 wird auf den Kopf gestellt, ins Offene remixed, versteinert und zersplittert. Blaue Himmel und schöne Körper, alles bleibt gleich und nichts lässt sich mehr erkennen. Franz Schubert wird anwesend sein und Rashad Beckers Klanggespinsten lauschen, Sebastian Claren die Schwermut des Saturn beschwören, und während ein Cello geopfert wird und sich das Publikum schon längst auf einer sentimentalen Reise befindet, schabt Salvatore Sciarrino auf Holz, Bindfaden und Rosshaar endlos merkwürdige Melodien.

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FORT/DA II – „Über den Fetischcharakter in der Musik und die Regression des Hörens“: Eine melodramatische Etüde

„FORT/DA II“ spielt mit der unmittelbaren Emotionalität eines Popsongs, Verdis Greatest Hits und einer stotternden Reflexion über die „Regression des Hörens“. Der kritische Text von Theodor W. Adorno ist Ausgangspunkt für einen diskursiven Abend mit dem Theaterkollektiv copy & waste. Kaleidoskop gestaltet vielseitig-mehrspurige und schiefe Ebenen um möglichen Echos und Bedeutungen des Textes zuzuhören und ihn gleichzeitig mit Neuer Musik, Popliedern und italienischen Opernarien zu übertönen.

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FORT/DA I – Terrain Vague

Take me to the Nebelsee! Mit fließenden und abrupten Wechseln zwischen konkreter physischer Nähe und Entfernung zwischen Kaleidoskop und seinem Publikum beginnt „FORT/DA I“ in der Andeutung einer Inselwelt. „Terrain Vague“. Brache. Unbekanntes Gebiet. César Francks und Philip Glass‘ Streichquartett sind die Klänge der Sirenen, die in einer Inszenierung von Philipp Enders das Publikum beschwirren und es ins Ritual des Deep Listening einführt.

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inside/out

„inside/out“, ein Konzertprojekt des Solistenensemble Kaleidoskop mit Ernstalbrecht Stiebler, geht den Möglichkeiten einer Innenansicht von Klang und eines ‚Sich Hineinhörens‘ in fremde Klangräume nach. „inside/out“ präsentiert Musik von Komponist, die für Stiebler wichtige Bezugspunkte sind: Dieter Schnebel und Walter Zimmermann ebenso wie Mozart und Puccini. Die Aussenansicht bringt Rashad Becker ein, indem er sich die Musik Stieblers aneignet und auf seinen elektronischen Instrumenten neu zum Klingen bringt.

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Passages

Werke von Christoph Herndler, Dmitri Shostakovich, Giacinto Scelsi, Isang Yun, Francisco Guerrero-Marín, Michael von Biel, Philip Glass, Peter Ablinger und Ludwig van Beethoven.

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RETURNING HOME

Ludger Engels & Solistenensemble Kaleidoskop
mit Musik aus Claudio Monteverdis „Il Ritorno d’Ulisse in Patria“ und koreanischen „Gagok“-Liedern

Ihr halbes Leben lang wartet Penelope auf die Rückkehr Ulisses und macht dabei die Sehnsucht zu ihrem Lebensinhalt. Nach Jahren des Kriegs und des Umherirrens taucht Ulisse unerwartet wieder auf. Doch was bedeutet es, wenn zwei Menschen nach so langer Zeit wieder aufeinandertreffen? Was ist geblieben von der einstigen Vertrautheit? Ist eine Heimkehr nach all dem Durchlebten überhaupt noch möglich? Und was bedeutet Heimat für jeden einzelnen? Diesen Fragen geht das Musiktheater „RETURNING HOME“ anhand von Claudio Monteverdis „Il Ritorno d’Ulisse in Patria“ und Teilen des koreanischen Liedzyklus’ „Gagok“ nach.

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Eyes Wide Shut II: Les Vers Luisants

Film ist eine Klangkunst – Michel Chion, Filmtheoretiker und Pionier der Musique concrète, in einer Lektüre des Berliner Solistenensemble Kaleidoskop. Chions „leuchtende Verse“ stehen im Mittelpunkt musikalischer und theoretischer Projektionen im zweiten Teil der Konzertreihe „Eyes Wide Shut“, die der Verein .akut für das Unsichtbare Kino des Österreichischen Filmmuseums im Rahmen von Wien Modern zum Festivalthema Bilder im Kopf zusammengestellt hat.

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Transit

Das Solistenensemble Kaleidoskop hat in Zusammenarbeit mit dem Choreografen Laurent Chétouane und den Komponist*innen Chiyoko Szlavnics, Dmitri Kourliandski und Sebastian Claren das Konzertformat „Transit“ für die Donaueschinger Musiktage 2017 erarbeitet. Bei den Überlegungen im Vorfeld spielte die Frage nach dem Verhältnis zwischen den Performer*innen und ihrem Publikum eine wesentliche Rolle.

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