Zur Zeit im Programm

SERGE

Das Musiktheater „SERGE“ von Luigi De Angelis und dem Solistenensemble Kaleidoskop ist inspiriert von Leben und Arbeit des visionären russischen Kunstimpressario Sergei Diaghilev. In „SERGE“ schöpfen Kaleidoskop, De Angelis und der Schauspieler Marco Cavalcoli aus einer ‚Choreografie der Verführung’ basierend auf berühmten Werken des Ballets Russes. Mit listigen Schachzügen brachten Diaghilev und das Ballets Russes Kreativität und Ambiguität ins öffentliche Bewusstsein des frühen 20. Jahrhunderts und prägten so die Welt des Tanzes, der Musik und der Performance nachhaltig.

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Light Ground

Das Solistenensemble Kaleidoskop spielt „Light Ground“, eine audiovisuelle Komposition von Mareike Yin-Yee Lee und Marc Sabat. Gemeinsam schaffen sie ein Environment, in dem eine allmähliche Veränderung von Wahrnehmung durch Musik, Licht und Zeichnung im Mittelpunkt steht. In der fast 900 Jahre alten ehemaligen Kirche des Kunstmuseums Kloster Unser Lieben Frauen entwickelt sich ein Wechselspiel zwischen Konzert und Ausstellung: Eine Video-Installation, die vom Solistenensemble Kaleidoskop bespielt wird, ein Konzert, das Spuren im Raum hinterlässt, eine Begegnung von Kunst und Musik, deren Zeugen zu Ausstellungs- und Konzertbesuchern gleichermaßen werden.

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Kolik

Der Riss durch die Welt geht mitten durchs Gehirn. Im Blitzlichtgewitter der Synapsen orchestriert „Kolik“ die radikale Selbstbefragung eines sterbenden Ichs. Jannik Giger, Leo Hofmann und Benjamin van Bebber übersetzen Rainald Goetz’ apokalyptischen Monolog in ein vielstimmiges Solo für die Sopranistin Sarah Maria Sun, Elektronik und Instrumentalensemble. „Kolik“ ist ein zeitgenössisches Passionsspiel über den Krieg im Kopf, das Rauschen der Welt und unsere Verletzlichkeit in einer hyperbeschleunigten Gegenwart.

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Der Opernwürfel

Der von Justus von Liebig 1880 erfundene Brühwürfel (die zum Würfel gepresste Version von Liebigs Fleischextrakt) erwirkte eine Revolutionierung der Suppenküche. Der von Georg Nussbaumer erfundene Opernwürfel besorgt ähnliches nun fürs Musiktheater. In Form zahlreicher Klavierauszüge speichert er Kalorien aus 418 Jahren Operngeschichte. Auflösbar bleibt er in kleinere Würfel. Langsam wie ein schmelzender Eisberg wandert dieses Archiv der Oper dahin, während aus seinem Gedächtnis Text- und Notenpartikel sowie Anweisungen für Aktivitäten gefiltert werden. „Der Opernwürfel“ greift nach nichts weniger als dem gesamten Bestand der Opernliteratur!

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Music for Hotel Bars

Die Konzertreihe „Music for Hotel Bars“ beauftragt Komponist*innen, Musik für eine Hotelbar in Berlin zu schreiben. Die Herausforderung an die Komponist*innen, die aus dem Genre der neuen Musik kommen, besteht darin, sich dem Metier einer – provokant gesagt – funktionalen Musik künstlerisch anzunehmen. Der amerikanische Komponist Mark Barden widmet sich in seiner Arbeit den Soundscapes sozialer Räume. Für die Reihe bespielt er zusammen mit dem Solistenensemble Kaleidoskop die Hotelbar des Westin Grand: Der Concierge empfiehlt Gästen eine Sehenswürdigkeit der Stadt, eine reizende Person schreitet die marmorne Showtreppe zum Klavier hinab, Streicherklänge verweben sich in das siebenstöckige Atrium.

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FORT/DA III – Unbox (Clear Skies Remix)

Im dritten Teil der Reihe „FORT/DA“ geht Kaleidoskop zurück in die Zukunft. „Unbox (Clear Skies Remix)“ ist ein Hör- und Sehlabyrinth, in dem das Publikum wandelt, sich verlieren kann und in Nebelkammern unvermutet auf die Schönheit der Musik von Lisa Bielawa, Pauline Oliveros, Franz Schubert, Salvatore Sciarrino und Sebastian Claren trifft. Dabei bedient sich Kaleidoskop der Technik des Remixes: Die Parameter eines Konzertes werden immer wieder neu angeordnet, versteinert und zersplittert und führen zu sehr persönlichen Begegnungen mit der Musik. Bevor diese Reise ins Unbekannte beginnt, gibt es vorab zur Orientierung Rashad Beckers live-elektronische Sicht auf das Kommende.

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FORT/DA II – „Über den Fetischcharakter in der Musik und die Regression des Hörens“: Eine melodramatische Etüde

„FORT/DA II“ spielt mit der unmittelbaren Emotionalität eines Popsongs, Verdis Greatest Hits und einer stotternden Reflexion über die „Regression des Hörens“. Der kritische Text von Theodor W. Adorno ist Ausgangspunkt für einen diskursiven Abend mit dem Theaterkollektiv copy & waste. Kaleidoskop gestaltet vielseitig-mehrspurige und schiefe Ebenen um möglichen Echos und Bedeutungen des Textes zuzuhören und ihn gleichzeitig mit Neuer Musik, Popliedern und italienischen Opernarien zu übertönen.

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FORT/DA I – Terrain Vague

Take me to the Nebelsee! Mit fließenden und abrupten Wechseln zwischen konkreter physischer Nähe und Entfernung zwischen Kaleidoskop und seinem Publikum beginnt „FORT/DA I“ in der Andeutung einer Inselwelt. „Terrain Vague“. Brache. Unbekanntes Gebiet. César Francks und Philip Glass‘ Streichquartett sind die Klänge der Sirenen, die in einer Inszenierung von Philipp Enders das Publikum beschwirren und es ins Ritual des Deep Listening einführt.

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inside/out

„inside/out“, ein Konzertprojekt des Solistenensemble Kaleidoskop mit Ernstalbrecht Stiebler, geht den Möglichkeiten einer Innenansicht von Klang und eines ‚Sich Hineinhörens‘ in fremde Klangräume nach. „inside/out“ präsentiert Musik von Komponist, die für Stiebler wichtige Bezugspunkte sind: Dieter Schnebel und Walter Zimmermann ebenso wie Mozart und Puccini. Die Aussenansicht bringt Rashad Becker ein, indem er sich die Musik Stieblers aneignet und auf seinen elektronischen Instrumenten neu zum Klingen bringt.

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Passages

Werke von Christoph Herndler, Dmitri Shostakovich, Giacinto Scelsi, Isang Yun, Francisco Guerrero-Marín, Michael von Biel, Philip Glass, Peter Ablinger und Ludwig van Beethoven.

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