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    XI - Ein Polytop für Iannis Xenakis (Photo: © Adam Berry)
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Auf die Strasse!
XI – ein Polytop für Iannis Xenakis

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Das Solistenensemble Kaleidoskop verlässt den Konzertsaal und spielt eine Konzert- und Performanceserie auf Plätzen und Straßen der Stadt als Hommage an den griechischen Komponisten und Architekten Iannis Xenakis.

‚Polytop‘ – viele Orte – nannte Xenakis seine Gesamtkunstwerke aus Klang, Raum, Licht und Bewegung. Daran angelehnt bespielt Kaleidoskop über zwei Tage die Stadt.

Zweitägige Konzertperformance – 1. und 2. Juli 2011, Berlin

Der Hörer muss gepackt und, ob er will oder nicht, in die Flugbahnen der Klänge hineingezogen werden. Der sinnliche Schock muss ebenso eindringlich werden wie der Schlag des Donners oder der Blick in einen bodenlosen Abgrund.

Iannis Xenakis

Das Solistenensemble Kaleidoskop geht auf die Straßen Berlins! Die Musiker*innen des Ensembles verlassen den Konzertsaal und spielen eine Konzert- und Performanceserie auf öffentlichen Plätzen, Hinterhöfen und Straßen zum 10. Todesjahr des griechischen Komponisten und Architekten Iannis Xenakis. Mit dem Begriff Polytope (‚viele Orte‘) bezeichnete Xenakis seine monumentalen Kreationen, in denen er Licht, Klang, Raum und Bewegung als gleichberechtigte Elemente zu einem Gesamtkunstwerk zusammengefügt hat. Das Projekt gliedert sich in drei Teile. Es beginnt mit einem Konzert in der Philharmonie, wird am nächsten Tag mit Guerillakonzerten auf öffentlichen Plätzen fortgesetzt und endet mit dem Ringpolytop auf dem Gleisdreieck.

1. Juli, 20.00 Uhr, Konzert, Kammermusiksaal der Philharmonie

XI beginnt mit einem Konzert in der Philharmonie, bei dem die Musik von Xenakis auf Werke von Sebastian Claren (UA, Auftragswerk), Ryoji Ikeda, Josiah Oberholtzer und Claudio Monteverdi trifft. Xenakis‘ Musik ist stark von seinem Interesse an zufälligen Phänomenen wie Regen, einer Menschenmasse oder einem Bienenschwarm geprägt, woraus er einen eigenen Musikstil entwickelte. Seine Kompositionen funktionieren nicht mit Mustern von Thema, Motiv, Tonhöhe und Rhythmus, sondern bringen mit Massen, Felder und Flächen hervor. In diesem Programm trifft seine Musik auf Komponisten, die sich mit ähnlichen Phänomenen beschäftigt haben. Als Kontrast dazu erklingen kurze Ausschnitte früher Barockmusik von Claudio Monteverdi.

Programm:
Iannis Xenakis: Syrmos, Voile, Ittidra, ST/4-1,080262, Mikka
Claudio Monteverdi: Sinfonie
Ryoji Ikeda: Op. 1, I-IV
Josiah Oberholtzer: mbrsi
Sebastian Claren: Licht a capella (Uraufführung)

 2. Juli, 10.00–19.30 Uhr, Guerillaaktionen, verschiedene Orte in der Stadt

Am nächsten Tag bespielen die Musiker*innen mit Guerillaaktionen zentrale Plätze Berlins in einer Inszenierung von Aliénor Dauchez.

In der Musik von Xenakis spiegeln sich seine Erlebnisse als Widerstandskämpfer im zweiten Weltkrieg, wie Geräusche von Menschenmengen oder Maschinengewehrsalven. Eine Collage aus den Partituren Xenakis’ bildet die Grundlage für die Aktion. Während die Musiker*innen spielen, bauen Aktivist*innen eine temporäre Architektur auf, welche die Partituren von Xenakis dreidimensional visualisiert. Die Musiker*innen und die Klänge bewegen sich in einer Choreografie in diesem neu definierten Ort.

2. Juli, ab 21.00 Uhr, Ringpolytop, Gleisdreieck

Die Aktionen gipfeln in dem Ringpolytop des österreichischen Komponisten Georg Nussbaumer auf der Brachfläche des künftigen Parks am Gleisdreieck. Das Konzept von Xenakis, Architektur und Landschaft in großformatige Licht-Klang-Orte zu verwandeln, wird auf eine Stadt, eine Region ausgedehnt: die ‚vielen Orte‘ verschwinden aus dem Blickfeld und dem Hörradius.

Die Musiker*innen sind über die ganze Stadt verteilt und nur akustisch anwesend. Ihre Klänge und die ihrer jeweiligen Umgebung werden von jeweils einem Mobiltelefon belauscht und auf 15 Autos übertragen. Die Autos bewegen sich choreografiert auf dem Park am Gleisdreieck. Außen herum sind Musiker*innen mit Blasinstrumenten postiert, die den Platz in rotierende Klänge hüllen. Das Publikum bewegt sich frei über das Gelände.

Musik und Konzept: Solistenensemble Kaleidoskop
Dirigent: Manuel Nawri
Regie Guerillaaktionen: Aliénor Dauchez
Komposition Ringpolytop: Georg Nussbaumer

Ein Projekt von Solistenensemble Kaleidoskop.

XI_sponsoren